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	<title>DE PLAGIO</title>
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	<description>Von Plagiaten und wissenschaftlicher Redlichkeit</description>
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		<title>DE PLAGIO</title>
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		<title>Universität Potsdam entlastet Althusmann</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 16:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>astefanowitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Althusmann]]></category>
		<category><![CDATA[Chatzimarkakis]]></category>
		<category><![CDATA[Koch-Mehrin]]></category>
		<category><![CDATA[Mathiopoulos]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang September habe ich mir die Dokumentation angesehen, auf deren Grundlage die ZEIT den niedersächsischen Bildungsminister und Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, Bernd Althusmann, des Plagiats beschuldigt hat. Mein Urteil damals lautete: „Nicht schuldig“. Die Dissertation von Althusmann (bzw. die untersuchte Stichprobe im Umfang von zwei Kapiteln) ließ zwar nur sehr begrenzte gedankliche Eigenleistungen erkennen und sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=405&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang September habe ich mir die Dokumentation angesehen, auf deren Grundlage die ZEIT den niedersächsischen Bildungsminister und Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, Bernd Althusmann, des Plagiats beschuldigt hat. Mein Urteil damals lautete: „Nicht schuldig“.</p>
<p>Die Dissertation von Althusmann (bzw. die untersuchte Stichprobe im Umfang von zwei Kapiteln) ließ zwar nur sehr begrenzte gedankliche Eigenleistungen erkennen und sie enthielt eine Vielzahl von Stellen, bei denen der Autor sich inhaltlich kaum von der zitierten Literatur löst. Aber, so <a href="http://deplagio.wordpress.com/2011/09/09/der-fall-althusmann-eine-einschatzung/">schrieb ich damals</a>,<span id="more-405"></span></p>
<blockquote><p>die Dissertation ist eben eine Nacherzählung der <em>Gedanken</em> anderer, sie ist nicht, wie die von VroniPlag dokumentierten Dissertationen, eine Collage aus den <em>Texten</em> anderer. Das soll nicht heißen, dass Althusmann sich nicht stellenweise auch der Formulierungen anderer bedient hat — die ZEIT-Gutachter tragen eine Vielzahl solcher Übernahmen zusammen. Diese betreffen allerdings mehrheitlich die Übernahme sehr kurzer Formulierungen — Teilsätze, zum Teil sogar nur zwei aufeinanderfolgende Wörter. Diese Art der Übernahmen lässt sich aber kaum vermeiden, denn innerhalb eines eng umrissenen Fachgebietes gibt es nicht beliebig viele Arten, einen Sachverhalt zu versprachlichen.</p>
<p>Übernahmen, die länger als ein Teilsatz sind, finden sich in den von den ZEIT-Gutachtern untersuchten Kapiteln nur selten, und in allen Fällen ist die Quelle mit einem „vgl.“ (für „vergleiche“) angegeben: dies betrifft eine Handvoll Abbildungen in Listenform, und jeweils ein Dutzend Sätze bzw. Absätze. Auch diese Übernahmen sind natürlich nicht ohne weiteres zu entschuldigen, aber ihr geringer Umfang deutet darauf hin, dass hier ohne Täuschungsabsicht gehandelt wurde — es dürfte sich ausnahmsweise tatsächlich einmal um die berühmten „handwerkliche Fehler“ handeln, die die bisher enttarnten Plagiator/innen allzugern für sich in Anspruch nehmen wollten.</p></blockquote>
<p>Heute hat die Universität Potsdam nun das Ergebnis ihrer eigenen internen Untersuchung bekanntgegeben. Auch sie <a href="http://www.uni-potsdam.de/pm/news/up/date/2011/11/15/2011-246.html">spricht Althusmann von den Vorwürfen frei</a>:</p>
<blockquote><p>Die Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens der Universität Potsdam hat das Verfahren wegen der Vorwürfe gegen Dr. Bernd Althusmann im Hinblick auf dessen Dissertation eingestellt. Die Arbeit weist eine Vielzahl formaler Mängel auf, die nicht der guten wissenschaftlichen Praxis entsprechen, doch sind diese Verstöße nicht ausreichend, um den Tatbestand wissenschaftlichen Fehlverhaltens zu erfüllen.</p></blockquote>
<p>Die Universität Potsdam stellt klar, dass es sich dabei um „Mängel von erheblichem Gewicht“ handelt, dass diese aber kein „wissenschaftliches Fehlverhalten“ im Sinne der durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft vorgegebenen Regeln guter wissenschaftlicher Praxis darstellen und dass Althusmann vor allem keine bewusste „Täuschung über die tatsächliche Urheberschaft von in der Arbeit wiedergegebenen Werken“ begangen habe.</p>
<p>Die Universität kritisiert außerdem die Gutachter der Dissertation, die zur Vermeidung der Mängel „die Dissertation genauer prüfen und weitere Maßnahmen [hätten] ergreifen müssen, zumal diese Verstöße zumindest teilweise ohne weiteres erkennbar waren.“ Das sind ungewöhnlich klare Worte, die man in den bisher bekanntgewordenen Fällen häufig vermisst hat. Ich bin gespannt, ob die Gutachter hier noch Stellung nehmen werden.</p>
<p>Der Fall Althusmann ist wichtig, weil er zeigt, dass es bei der Aufdeckung von Plagiator/innen nicht wie beim Tontaubenschießen zugeht, sondern dass es möglich ist, eine Dissertation nach objektiven Kriterien zu überprüfen und zu belastbaren Aussagen darüber zu kommen, ob und in welchem Umfang Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis vorliegen und ob und in welchem Umfang jemand mit Täuschungsabsicht gehandelt hat. Dass die Untersuchungskommission der Universität Potsdam zu sehr ähnlichen Aussagen gekommen ist, wie ich in meinem Beitrag vom September, ist natürlich kein Beweis für eine absolute Objektivität, aber doch ein Beleg.</p>
<p>Ich möchte auch noch einmal darauf hinweisen, dass die Plagiatdokumentar/innen von VroniPlag den Fall Althusmann seinerzeit nur kurz intern geprüft und dann verworfen haben, weil sie ebenfalls sehr schnell zu der Auffassung gelangt sind, dass hier kein Plagiat in einem nennenswerten Umfang vorliegt. Das unterstreicht die Tatsache, dass sich sehr wohl Grenzen zwischen „handwerklichen Fehlern“ (wie bei Althusmann) und bewussten Täuschungsversuchen (wie bei Guttenberg, Koch-Mehrin, Chatzimarkakis und den anderen von VroniPlag überführten Betrüger/innen) ziehen lassen und dass nicht nur die Universitäten und die Wissenschafler/innen von DE PLAGIO in der Lage sind, diese Grenzen sehr gut zu erkennen, sondern dass die oft gescholtenen und angefeindeten VroniPlagger dass ebenfalls können.</p>
<p>Und die Uni Potsdam wird ja bald erneut Gelegenheit bekommen, ihre Urteilsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Die Potsdamer Honorarprofessorin Margarita Mathiopoulos ist von VroniPlag des Plagiats überführt worden, ihr Fall befindet sich derzeit bei der Universität Bonn in der internen Prüfung. Da an Mathiopoulos’ Fehlverhalten nach dem <a href="http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Mm">Bericht von VroniPlag</a> kein Zweifel mehr bestehen kann, bin ich ziemlich sicher, dass die Universität Bonn Mathiopoulos dieses Fehlverhalten auch bescheinigen wird. Dann wird auch die Universität Potsdam, wo Mathiopoulos im laufenden Semester irritierenderweise <a href="http://www.webcitation.org/63brNiDQS">noch Seminare gibt</a>, reagieren müssen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/405/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=405&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Neues von Karl-Theodor zu Guttenberg</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 21:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doktortitel]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Fall Guttenberg. Er war das erste prominente und sicher bisher am tiefsten gefallene Opfer der diversen Plagiatsaffären der letzten Monate. Nun gibt es neues zu berichten: Guttenberg ist bei einem US Think Tank untergekommen wo er mithelfen soll die transatlantischen Beziehungen zu verbessern. Es gibt gar Gerüchte, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=399&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Fall Guttenberg. Er war das erste prominente und sicher bisher am tiefsten gefallene Opfer der diversen Plagiatsaffären der letzten Monate. Nun gibt es neues zu berichten: Guttenberg ist bei einem US Think Tank untergekommen wo er mithelfen soll die transatlantischen Beziehungen zu verbessern. Es gibt gar Gerüchte, dass er sich an eine echte Dissertation zu setzen plant. Ausserdem wird er verdächtigt, die Apokalypse einzuleiten (nein, das ist nicht metaphorisch gemeint). Ein paar Gedanken dazu.</p>
<p><a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2011/11/guttenbergs-doktorarbeit-die-zweite.php">Weiterlesen bei zoon politikon auf scienceblogs.de</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/399/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/399/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/399/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/399/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/399/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/399/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/399/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/399/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/399/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/399/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/399/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/399/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/399/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/399/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=399&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Institutionalisierte Wissenschaft Reloaded</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 06:44:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>astefanowitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 15./16. Oktober 2011 fand in Kassel die openmind 11 statt, auf der die Piratenpartei sich schon zum zweiten Mal traf, um gemeinsam mit externen Gästen Gesellschaftsvisionen für das Zeitalter des Internets zu entwickeln. Einer dieser Gäste war ich, und ich habe die offene und intensive Gesprächsatmosphäre genutzt, um einmal etwas freier und grundsätzlicher über die Lehren [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=395&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 15./16. Oktober 2011 fand in Kassel die <a href="http://11.openmind-konferenz.de/">openmind 11</a> statt, auf der die Piratenpartei sich schon zum zweiten Mal traf, um gemeinsam mit externen Gästen Gesellschaftsvisionen für das Zeitalter des Internets zu entwickeln. Einer dieser Gäste war ich, und ich habe die offene und intensive Gesprächsatmosphäre genutzt, um einmal etwas freier und grundsätzlicher über die Lehren aus den aktuellen Plagiatsskandalen nachzudenken. Eine überarbeitete Version meines Vortrags ist jetzt bei Telepolis erschienen:</p>
<blockquote><p>Die Promotionsbetrüger aus Politik und Wirtschaft, mit denen sich die deutschen Universitäten seit Anfang des Jahres dank der unermüdlichen Arbeit der Plagiatdokumentare von GuttenPlag und VroniPlag herumschlagen müssen, werden von der Wissenschaft relativ einmütig als Anomalien dargestellt – als Menschen, die beträchtliche kriminelle Energie aufwenden, um ein eigentlich gutes und gut funktionierendes System wissenschaftlicher Qualifikationen zu ihrem Vorteil zu verdrehen.</p>
<p>Und rein zahlenmäßig dürften es tatsächlich Anomalien […] Aber dass eine besondere kriminelle Energie nötig ist, um das System auszuhebeln, glaube ich nicht.</p>
<p>Denn die institutionalisierte Wissenschaft selbst – konkret, das System der wissenschaftlichen Qualitätskontrolle – versagt hier auf eine vorhersehbare, in diesem System selbst angelegte Art und Weise.  [<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35734/1.html">Bei TELEPOLIS weiterlesen</a>]</p></blockquote>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/395/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/395/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/395/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=395&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Von der Geringschätzung der Titeljäger für die Doktorarbeit</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 15:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doktortitel]]></category>
		<category><![CDATA[doktorarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[kristina köhler]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Doktorarbeit ist oft ein einsames Unterfangen. Trotzdem kämpfen sich viele durch. Nicht primär für den Titel, sondern für die Sache. Man möchte einen Forschungsbeitrag leisten. Bei den Titeljägern geht es aber darum mit einem Minimum an Aufwand sich mit dem Titel schmücken zu können und somit indirekt vom Ruf, den andere erarbeitet haben, zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=363&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Doktorarbeit ist oft ein einsames Unterfangen. Trotzdem kämpfen sich viele durch. Nicht primär für den Titel, sondern für die Sache. Man möchte einen Forschungsbeitrag leisten. Bei den Titeljägern geht es aber darum mit einem Minimum an Aufwand sich mit dem Titel schmücken zu können und somit indirekt vom Ruf, den andere erarbeitet haben, zu profitieren. Bei zoon politikon habe ich mir anhand von zwei Beispielen zu Forschungsinterviewanfragen dazu Gedanken gemacht: Eine habe ich selber gestellt und sie führte mich in die Korridore der US Handelsadministration und die andere hat ein Freund von mir an die jetzige Bundesministerin Kristina Schröder (damals noch Köhler) gestellt.</p>
<p><a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2011/09/von-der-geringschatzung-der-titeljager-fur-die-doktorarbeit.php">Zum Eintrag bei zoon politikon</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/363/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/363/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/363/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=363&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Review: Citation-based Plagiarism Detection</title>
		<link>https://deplagio.wordpress.com/2011/09/11/news-form-berkeley/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 21:41:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ediederichs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Kollegen Bela Gipp, Norman Meuschke und Joeran Beel von der UC Berkeley haben eine neue Technik zum Detektieren von Plagiaten vorgeschlagen, die weder auf string matching-, fingerprinting- oder style comparison-Strategien beruht und daher interessant genug ist, um hier besprochen zu werden: citation-based plagiarism detection (CbPD) scheint in systematischer Weise schneller und besser zu funktionieren [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=222&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kollegen Bela Gipp, Norman Meuschke und Joeran Beel von der UC Berkeley haben <a href="http://www.sciplore.org/publications/2011-Comparative_Evaluation_of_Text-_and_Citation-based_Plagiarism_Detection_Approaches_using_GuttenPlag.pdf">eine neue Technik</a> zum Detektieren von Plagiaten vorgeschlagen, die weder auf string matching-, fingerprinting- oder style comparison-Strategien beruht und daher interessant genug ist, um hier besprochen zu werden: <em>citation-based plagiarism detection</em> (CbPD) scheint in systematischer Weise schneller und besser zu funktionieren als hergebrachte und crowd-sourced  basierte Textanalysemethoden und zum Teil auch Ideenplagiate zu erfassen. Lassen wir im Folgenden formale Details beseite und fragen nach den Leitgedanken der maschinellen Identifikation von Plagiaten. <span id="more-222"></span></p>
<p><strong>Standard Approaches</strong></p>
<p>Man kann externe Methoden, die Vergleiche von Textdokumenten vornehmen von internen Methoden, die nach Wechseln des Schreibstils suchen, unterscheiden. Im ersten Fall gibt es neben einfachem string-matching sehr populäre fingerprinting-Methoden, die Stilmerkmale formulieren und zu einer Art Steckbrief des plagiat-verdächtigen Dokuments arrangieren. Ähnliche Steckbriefe von Dokumenten sind ein Hinweis auf ein Plagiat.</p>
<p><strong>The novelty of CbPD</strong></p>
<p>Im Vergleich hierzu ist CbPD ist auf wissenschaftliche Publikationen spezialisiert und wertet Textähnlichkeiten zwischen Dokumenten, die darauf zurückgehen, daß fremde Texte von den Plagiatoren manuell abgewandelt wurden. Damit versucht CbPD eine bisher existierende Lücke zu schließen, die die bisherige Methoden offen lassen mußten. Zu diesem Zweck werden primär die Literaturhinweise ausgewertet: Ähnlichkeiten hier induzieren Ähnlichkeiten im Text. Die Strategie besteht daher darin, Wahrscheinlichkeiten für Muster in den Zitierungen zu berechnen.</p>
<p>Die Simulationsergebnisse weisen darauf hin, daß CbPD die angesprochene Lücke tatsächlich mit akzeptablem Erfolg schließen kann. Solche Algorithmen machen sicher die manuelle Kontrolle der gefunden Textstellen nicht überflüssig. Aber vielleicht sehen wir ja demnächst den Einsatz dieser Technik auch auf <a href="http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home">VroniPlag</a> &#8211; einfach damit es schneller geht und weniger Arbeit macht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/222/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=222&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Fall Althusmann: Eine Einschätzung</title>
		<link>https://deplagio.wordpress.com/2011/09/09/der-fall-althusmann-eine-einschatzung/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 11:22:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>astefanowitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Althusmann]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Juli habe ich mich in einem kurzen Beitrag mit dem Fall des niedersächsischen Bildungsministers Bernd Althusmann befasst und angekündigt, mich nocheinmal näher damit zu befassen. Das möchte ich heute kurz tun. Zur Erinnerung: Althusmann geriet durch ein von der ZEIT in Auftrag gegebenes Gutachten unter Verdacht, bei seiner mit „ausreichend“ bewerteten Dissertation an der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=318&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Juli habe ich mich <a href="http://deplagio.wordpress.com/2011/07/22/der-fall-althusmann-zwei-denkanstoesse/">in einem kurzen Beitrag</a> mit dem Fall des niedersächsischen Bildungsministers Bernd Althusmann befasst und angekündigt, mich nocheinmal näher damit zu befassen. Das möchte ich heute kurz tun.</p>
<p>Zur Erinnerung: Althusmann geriet durch ein von der ZEIT in Auftrag gegebenes Gutachten unter Verdacht, bei seiner mit „ausreichend“ bewerteten Dissertation an der Universität Potsdam massiv plagiiert zu haben. Die Vorgeschichte (mit Links zum Gutachten und den relevanten ZEIT-Artikeln) findet sich in meinem <a href="http://deplagio.wordpress.com/2011/07/22/der-fall-althusmann-zwei-denkanstoesse/">Beitrag vom Juli</a>. Ende Juli setzte die Universität Potsdam eine Kommission ein, die die Vorwürfe prüfen soll und auf deren Urteil wir nun warten (die <a href="http://www.spiegel.de/thema/bernd_althusmann/">Themenseite auf Spiegel Online</a> liefert einen guten Überblick über die Geschehnisse).</p>
<p>Ich kann natürlich nicht vorhersagen, wie die Potsdamer Kommission entscheiden wird, aber nachdem ich mich mit dem ZEIT-Gutachten ausführlich beschäftigt habe, kann ich immerhin eine  Einschätzung des Falles abgeben, von der ich denke, dass sie nicht völlig anders ausfallen wird.<span id="more-318"></span></p>
<p>Meine Einschätzung steht allerdings unter zwei Vorbehalten, die beide etwas mit der Qualität der Dokumentation zu tun haben.</p>
<p>Der erste Vorbehalt betrifft die Repräsentativität der untersuchten Anteile von Althusmanns Dissertation: Anders als bei VroniPlag üblich haben die ZEIT-Gutachter nur ausgewählte Kapitel der zu begutachtenden Arbeit überprüft; die nicht überprüften Kapiteln könnten natürlich zusätzliche Beweise enthalten, die zu einem anderen Urteil führen könnten.</p>
<p>Der zweite Vorbehalt betrifft die Untersuchungsmethode: Wenn VroniPlag eine Dissertation prüft, durchsuchen viele Augen Seite für Seite und Zeile für Zeile auf mögliche Plagiate, indem man Textfetzen bei Google sucht und die in den Literaturverweisen genannte Literatur heraussucht und durchgeht. Die ZEIT-Gutachter konzentrieren sich dagegen ausschließlich auf die zweite dieser beiden Methoden. So besteht die Gefahr, dass gerade solche Plagiate, bei denen die Quelle gar nicht angegeben wird, übersehen werden.</p>
<p>Aber wenn ich davon ausgehe, dass diese Vorbehalte nicht greifen und dass die ZEIT-Dokumentation repräsentativ und lückenlos ist, dann komme ich zu dem Schluss, dass Althusmanns Dissertation kein Plagiat darstellt.</p>
<p>Die Arbeit wirkt uninspiriert, stellenweise nachlässig gearbeitet und inhaltlich oberflächlich. Althusmann scheint sich &#8212; zumindest in den untersuchten Kapiteln &#8212; nur sehr begrenzt von den Ideen der Autor/innen lösen zu können, die er rezipiert hat. Er beschränkt sich weitgehend auf eine Synthese (manchmal sogar nur eine aneinanderreihende Wiedergabe) des bereits von anderen zum Thema gesagten. Die Note, die er für seine Dissertation bekommen hat &#8212; „rite“, also in etwa ein „ausreichend“ &#8212; bestätigen, dass auch seine Promotionsbetreuer seinerzeit zu diesem Schluss gekommen sind und keine umfangreiche gedankliche Eigenleistung feststellen konnten.</p>
<p>Aber Althusmanns Dissertation ist eben eine Nacherzählung der <em>Gedanken</em> anderer, sie ist nicht, wie die von VroniPlag dokumentierten Dissertationen, eine Collage aus den <em>Texten</em> anderer. Das soll nicht heißen, dass Althusmann sich nicht stellenweise auch der Formulierungen anderer bedient hat &#8212; die ZEIT-Gutachter tragen eine Vielzahl solcher Übernahmen zusammen. Diese betreffen allerdings mehrheitlich die Übernahme sehr kurzer Formulierungen &#8212; Teilsätze, zum Teil sogar nur zwei aufeinanderfolgende Wörter. Diese Art der Übernahmen lässt sich aber kaum vermeiden, denn innerhalb eines eng umrissenen Fachgebietes gibt es nicht beliebig viele Arten, einen Sachverhalt zu versprachlichen.</p>
<p>Übernahmen, die länger als ein Teilsatz sind, finden sich in den von den ZEIT-Gutachtern untersuchten Kapiteln nur selten, und in allen Fällen ist die Quelle mit einem „vgl.“ (für „vergleiche“) angegeben: dies betrifft eine Handvoll Abbildungen in Listenform, und jeweils ein Dutzend Sätze bzw. Absätze. Auch diese Übernahmen sind natürlich nicht ohne weiteres zu entschuldigen, aber ihr geringer Umfang deutet darauf hin, dass hier ohne Täuschungsabsicht gehandelt wurde &#8212; es dürfte sich ausnahmsweise tatsächlich einmal um die berühmten „handwerkliche Fehler“ handeln, die die bisher enttarnten Plagiator/innen allzugern für sich in Anspruch nehmen wollten.</p>
<p>In der überwiegenden Mehrzahl der von den ZEIT-Gutachtern als Plagiat kategorisierten Fällen handelt es sich aber nicht um direkte Übernahmen, sondern um Paraphrasen. Auch diese Paraphrasen sind inhaltlich und begrifflich häufig eng an die rezipierten Quellen angelehnt, aber sie sind in ihrer sprachlichen Formulierung eigenständig genug, um sich gerade noch auf der richtigen Seite des schmalen Grats zwischen Paraphrase und Plagiat zu bewegen.</p>
<p>Neben Plagiaten (also verschleierten und nicht gekennzeichneten Übernahmen von Texten) dokumentieren die ZEIT-Gutachter eine Vielzahl von Stellen, an denen Althusmann sich mit „fremden Federn“ schmückt &#8212; mit diesem Begriff bezeichnen Plagiatforscher die Übernahme von Literaturverweisen aus anderen Arbeiten &#8212; man nennt eine Reihe von Werken, die sich mit einer bestimmten Idee befassen, und tut so, als habe man diese Werke selbst gelesen, während man tatsächlich die ganze Reihe einfach aus der Fußnote eines anderen Autors kopiert.</p>
<p>Auch diese Technik ist fraglos ein Beispiel von wissenschaftlichem Fehlverhalten, aber sie kann aus meiner Sicht nur ergänzend in die Beurteilung einer Arbeit einfließen &#8212; schließlich kann man einem Autor nicht wirklich nachweisen, dass er die genannten Werke nicht doch selbst in der Hand hatte und sich so versichert hat, dass sie thematisch relevant sind und deshalb genannt werden müssen. Ich stimme den ZEIT-Gutachtern zu, dass die Vielzahl dieser Fälle „fremder Federn“ kein gutes Licht auf Althusmann wirft, aber in Abwesenheit von klaren Verstößen in nennenswertem Umfang können sie meiner Einschätzung nach nur als weiterer Beleg für Althusmanns wissenschaftliche Schwächen, nicht aber als Betrugsversuch gelten.</p>
<p>Zusammenfassend komme ich (vorbehaltlich der oben genannten Einschränkungen) zu dem Schluss, dass Althusmanns Arbeit keinen klaren Fall bewussten wissenschaftlichen Fehlverhaltens darstellt. Da man im Zweifel für den Angeklagten urteilen sollte, plädiere ich deshalb bezüglich des Plagiatvorwurfs auf Freispruch.</p>
<p>Allerdings muss Althusmanns Fall ein Anstoß für eine differenziertere Diskussion sein: Die von GuttenPlag und VroniPlag dokumentierten Fälle &#8212; von Guttenberg über Saß und Brinkmann bis zu Koch-Mehrin und Chatzimarkakis &#8212; waren derartig offensichtliche Fälle von bewusstem und dreistem Betrug, dass die Empörung über die kaltschnäuzige Weigerung der Betrüger/innen überwog (und weiterhin überwiegen muss), politische Konsequenzen aus ihrem Fehlverhalten zu ziehen.</p>
<p>In Althusmanns Fall besteht nach derzeitiger Faktenlage aus meiner Sicht keine Notwendigkeit, unmittelbare Konsequenzen zu ziehen. Dass er ein schlechter Wissenschaftler ist, disqualifiziert ihn nicht als Politiker. Wohl aber stellt sich die <a href="http://deplagio.wordpress.com/2011/09/07/flachforscher/">hier schon Vorgestern heiß diskutierte allgemeine Frage</a> nach Qualitätsmaßstäben bei Promotionen &#8212; zum Beispiel muss man sich fragen, was die Bewertung „ausreichend“ bei einer Dissertation eigentlich heißen soll.</p>
<p>[Nachtrag (1. Dezember 2011): <a href="http://deplagio.wordpress.com/2011/12/01/universitat-potsdam-entlastet-althusmann/">Die Universität Potsdam entlastet Althusmann in ihrem Abschlussbericht</a>.]</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/318/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/318/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/318/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=318&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Plagiatoren sind noch nicht einmal Flachforscher</title>
		<link>https://deplagio.wordpress.com/2011/09/07/flachforscher/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 08:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Spiewak hat in der Zeit einen Artikel zu medizinischen Doktorarbeiten geschrieben und dabei einiges durcheinander gebracht. Dabei sind die Sachaussagen eigentlich richtig und es ist durchaus angebracht, über die Qualität medizinischer Doktorarbeiten zu streiten. Die Fakten scheinen klar. Unter den Medizinern promovieren etwa zwei Drittel aller Absolventen. Viele offenbar mit recht mageren Arbeiten, die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=340&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://community.zeit.de/user/martin-spiewak">Martin Spiewak</a> hat in der Zeit einen <a title="Mediziner: Flachforscher" href="http://www.zeit.de/2011/35/Doktorarbeit-Medizin-Forschung/">Artikel zu medizinischen Doktorarbeiten</a> geschrieben und dabei einiges durcheinander gebracht. Dabei sind die Sachaussagen eigentlich richtig und es ist durchaus angebracht, über die Qualität medizinischer Doktorarbeiten zu streiten.</p>
<p>Die Fakten scheinen klar. Unter den Medizinern promovieren etwa zwei Drittel aller Absolventen. Viele offenbar mit recht mageren Arbeiten, die in Naturwissenschaften nichteinmal als Diplomarbeit anerkannt würden. Aus der Sicht von Natur-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaftlern tragen viele Ärzte ihren akademischen Grad zu Unrecht. Sie haben keine besondere wissenschaftliche Leistung erbracht, die die Verleihung eines wissenschaftlichen Titels rechtfertigt.<span id="more-340"></span></p>
<p>Andererseits braucht ein niedergelassener Arzt oder ein nicht forschender Arzt im Krankenhaus nicht unbedingt eine wissenschaftliche Ausbildung. Es reicht, die Erkenntnisse der wissenschaftsbasierten Medizin zu verstehen und anwenden zu können. Eigenes wissenschaftliches Arbeiten ist für einen niedergelassenen Arzt nicht notwendig. Patienten sind es aber gewohnt, dass ihre Ärzte Doktoren sind, und vertrauen einem promovierten Arzt oft mehr als einem approbierten Mediziner ohne akademischen Grad. Aus diesem Grund kann ich das Bestreben vieler Ärzteverbände nachvollziehen, an einem einfach zu erlangenden medizinischen Dokorgrad festzuhalten.</p>
<p>Die Unterschiede in den Standards für Doktorarbeitren verschiedener Fachbereiche sind kein Problem. Es wird ohnehin niemandem einfallen, ein Doktor der Physik sei einem Doktor der Pädagogik ebenbürtig. Die beiden haben ganz unterschiedliche Kompetenzen. Auch innerhalb eines Fachbereichs, zum Beispiel in der Physik, sind Doktorarbeiten nicht direkt mit einander vergleichbar. Es gibt inhaltlich und qualitativ große Unterschiede, so dass man niemanden einstellen wird, nur weil er oder sie einen Titel führt. Man wird immer die wissenschaftlichen und sonstigen fachlichen Eignungen bewerten.</p>
<p>Qualitative Unterschiede in Promotionen sind also kein Problem sondern unvermeidlich. Natürlich muss sich jeder Fachbereich ständig bemühen, Standards zu überprüfen und wo nötig zu verbessern. Die im Zeitartikel angesprochenen Bestrebungen, die wissenschaftliche Ausbildung von Medizinern zu verbessern, sind zu begrüßen. Mir persönlich ist es immer ein Rätsel, wie ein ausgebildeter Mediziner auf Pseudowissenschaften wie Homöopathie hereinfallen kann. Auch die Klage über mangelndes Statistikverständnis unter Medizinern begegnet mir in diesem Artikel nicht zum ersten Mal. Hier stehen die medizinischen Fakultäten in der Verantwortung, Qualität zu sichern.</p>
<p>Was mir aber an <a title="Mediziner: Flachforscher" href="http://www.zeit.de/2011/35/Doktorarbeit-Medizin-Forschung/">diesem Artikel</a> missfällt und warum ich hier auf deplagio meckern muss ist, dass Betrug mit mangelnder Qualität bunt gemischt wird. In der Einleitung geht es um ein Plagiat. Die Promotion einer Medizinerin wurde aberkannt. Nicht weil ihre wissenschaftliche Leistung qualitativ minderwertig war, sondern weil sie schlicht betrogen hat. Das wörtliche Abschreiben ganzer Passagen in einer schriftlichen Arbeit zur Erlangung eines Abschlusses ist ein Täuschungsversuch. Wird solch ein Betrug nachträglich aufgedeckt, so ist der Abschluss selbstverständlich abzuerkennen. Die geforderte Leistung wurde ja nie erbracht.</p>
<p>Das hat mit den wissenschaftlichen Standards einer medizinischen Doktorarbeit gar nichts zu tun. Eine plagiierte Arbeit ist keine mangelhafte Arbeit, sie ist eine mit betrügerischer Absicht verfasste Scheinleistung. Das hat auch mit wissenschaftlicher Arbeitsweise allgemein nichts zu tun, wie uns der Ehemann der Beschuldigten weismachen will. Auch wer eine nicht wissenschaftliche Abschlussarbeit von anderen kopiert und als seine eigene ausgibt, ist sich in der Regel bewusst, dass es sich um einen Täuschungsversuch handelt.</p>
<p>Lesenswert zum Thema: <a href="http://deplagio.wordpress.com/2011/07/25/duenne-bretter-und-dicke-buecher/">Dünne Bretter und dicke Bücher</a> von Juliana Goschler</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/340/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/340/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/340/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/340/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/340/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/340/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/340/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/340/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/340/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/340/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/340/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/340/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/340/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/340/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=340&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Chatzimarkakis Dissertation aus fachlicher Sicht</title>
		<link>https://deplagio.wordpress.com/2011/08/08/chatzimarkakis-dissertation-aus-fachlicher-sicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 16:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chatzimarkakis]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Chatzimarkakis über weite Strecken abgeschrieben hat wissen wir inzwischen. Deshalb wurde ihm auch sein Doktortitel aberkannt. Aber wie steht es eigentlich um die fachliche Beurteilung und hätte man es merken müssen, dass bei der Hälfte der Arbeit abgeschrieben wurde?  Da er seine Arbeit in Internationalen Beziehungen schrieb und noch dazu die Welthabdelsorganisation darin eine [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=334&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Chatzimarkakis über weite Strecken abgeschrieben hat wissen wir inzwischen. Deshalb wurde ihm auch sein Doktortitel aberkannt. Aber wie steht es eigentlich um die fachliche Beurteilung und hätte man es merken müssen, dass bei der Hälfte der Arbeit abgeschrieben wurde?  Da er seine Arbeit in Internationalen Beziehungen schrieb und noch dazu die Welthabdelsorganisation darin eine prominente Rolle einnimmt, habe ich sie mir bei mir im Blog einmal genauer angeschaut. Schliesslich ist das meine Spezialisierung. Das Resultat war ernüchternd. <a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2011/08/chatzimarkakis-dissertation-bleiben-wir-doch-fachlich.php">Hier geht es weiter zum Artikel.</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/334/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/334/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/334/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=334&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der VroniPlag-Gründer outet sich &#8211; was nun?</title>
		<link>https://deplagio.wordpress.com/2011/08/05/der-vroniplag-gruender-outet-sich-was-nun/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 11:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ediederichs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hat sich der VroniPlag-Gründer goalgetter im SPIEGEL öffentlich geoutet und DE PLAGIO, Themenblog zum Kampf gegen Plagiate, hat hier prompt reagiert: Anatol Stefanowitsch argumentiert dafür, daß es besser gewesen wäre, wenn goalgetter seine Anonymität gewahrt hätte. Ich bin nicht seiner Meinung und argumentiere dafür, daß wir nun eine neue Chance haben, die Gesellschaft in einem übertragenen Sinne wissenschaftlicher zu machen. Bei MIND AT WORK [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=325&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat sich der <a href="http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home">VroniPlag</a>-Gründer <em>goalgetter</em> im <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,778228,00.html">SPIEGEL</a> öffentlich geoutet und <a href="http://deplagio.wordpress.com/">DE PLAGIO</a>, Themenblog zum Kampf gegen Plagiate, hat <a href="http://deplagio.wordpress.com/2011/08/05/vroniplag-und-der-jager-der-toren/">hier</a> prompt reagiert: Anatol Stefanowitsch argumentiert dafür, daß es besser gewesen wäre, wenn <em>goalgetter</em> seine Anonymität gewahrt hätte. Ich bin nicht seiner Meinung und argumentiere dafür, daß wir nun eine neue Chance haben, die Gesellschaft in einem übertragenen Sinne wissenschaftlicher zu machen.</p>
<p><a href="http://www.scilogs.de/blogs/blog/mind-at-work/2011-08-05/vroniplag-gr-nder-outet-sich"><strong>Bei MIND AT WORK weiterlesen&#8230;</strong></a></p>
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		<title>VroniPlag und der Jäger der Toren</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 08:33:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>astefanowitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chatzimarkakis]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern hat der Gründer der kollaborativen Plagiatdokumentation VroniPlag, bislang unter seinem Pseudonym Goalgetter bekannt, in einem Interview mit Spiegel Online seine bürgerliche Identität preisgegeben, nachdem in verschiedenen Internetforen sein Klarname genannt und er daraufhin von einem BILD-Reporter kontaktiert worden war. Das war eine schlechte Idee, und zwar aus zwei Gründen: erstens, weil er seinen Gegnern [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=322&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat der Gründer der kollaborativen Plagiatdokumentation VroniPlag, bislang unter seinem Pseudonym <em>Goalgetter</em> bekannt, in einem Interview mit Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,778228,00.html">seine bürgerliche Identität preisgegeben</a>, nachdem in verschiedenen Internetforen sein Klarname genannt und er daraufhin <a href="http://www.bild.de/politik/inland/plagiatsfalle/das-ist-der-gruender-von-vroniplag-19221024.bild.html">von einem BILD-Reporter kontaktiert</a> worden war.</p>
<p>Das war eine schlechte Idee, und zwar aus zwei Gründen: erstens, weil er seinen Gegnern &#8212; die im wesentlichen, aber nicht ausschließlich, aus den von VroniPlag enttarnten Betrüger/innen bestehen &#8212; damit eine Angriffsfläche bietet, zweitens, weil es nun schwerer wird, einer auf Personen und Persönlichkeiten fixierten Gesellschaft zu erklären, woher VroniPlag und das Vorläuferprojekt GuttenPlag ihre Autorität beziehen.<span id="more-322"></span></p>
<p>Bevor ich das ausführe, möchte ich ihm an dieser Stelle aber einen persönlichen Dank dafür aussprechen, dass er während der Nachbeben der Guttenberg-Affäre die Initiative ergriffen und mit VroniPlag eine nachhaltig arbeitende Dokumentationsstelle zur Aufdeckung und Archivierung wissenschaftlicher Plagiate geschaffen hat. Einige Medien haben ihn schon vor seinem Gang an die Öffentlichkeit als ein von zwielichtigen Motiven angetriebenes Ekelpaket dargestellt und werden das nun vermutlich mit verstärkter Kraft fortsetzen. Das darf aber nicht davon ablenken, dass er der deutschen Wissenschaftslandschaft einen unschätzbaren Dienst erwiesen hat. Ich kann nur hoffen, dass die deutsche Wissenschaftslandschaft das versteht und würdigt. Ich mache mal den Anfang und spreche hiermit eine unbefristete Einladung auf ein (oder auch zwei) Bier aus.</p>
<p>Seine Gründe für die Preisgabe seiner Identität sind nachvollziehbar und man muss ihm gratulieren, dass er beim Anruf der BILD die Ruhe bewahrt und sich stattdessen an ein (halbwegs) seriöses Medium gewendet hat. Trotzdem wünschte ich, er hätte seine Pseudonymität gewahrt.</p>
<p>Erstens werden sich die von VroniPlag enttarnten Betrüger nicht zu schade sein, sich auf ihn persönlich einschießen und nach Punkten in seinem Lebenslauf suchen werden, die ihn als einen voreingenommenen Lügner dastehen lassen, der sich auf einem persönlichen Rachefeldzug befindet. Den Anfang macht, wen wundert es, Georgios Chatzimarkakis, der sich tatsächlich erdreistet, in der heutigen Ausgabe der BILD folgenden <a href="http://www.24pr.de/article/FDP+Politiker+Chatzimarkakis+wirft+enttarntem+VroniPlag+Gruender+parteipolitisches+und+kommerzielles+Interesse+vor/129759.htm">denkwürdigen Satz von sich zu geben</a>:</p>
<blockquote><p>Es stellt sich die Frage, ob hinter diesen Aktivitäten nicht der Anspruch wissenschaftlicher Reinheit, sondern eher parteipolitisches und kommerzielles Interesse steht.</p></blockquote>
<p>Denkwürdig ist dieser Satz einerseits, weil er von einem überführten Betrüger und Lügner stammt, der nicht nur trotz Entzugs seines Doktorgrades der Meinung ist, in seiner bewusst und systematisch zusammenkopierten Dissertation die Tradition von Eliteuniversitäten wie Oxford und Harvard hochzuhalten, sondern der auch entgegen öffentlich nachvollziehbarer Aussagen der Universität Bonn <a href="http://sprachlog.posterous.com/wahn-und-wirklichkeit-ein-nachtrag-zum-fall-c">behauptet, diese habe ihn von jeder Schuld freigesprochen</a>.</p>
<p>Herr Chatzimarkakis, da Sie die angelsächsischen Universitäten so verehren, möchte ich Ihnen und Ihren Mittätern, die sich Ihren peinlichen Gegenangriffen sicher bald anschließen werden, einen Rat in Form eines amerikanischen Sprichworts geben: <em>If you’re in a hole, stop digging</em> &#8212; wenn Sie sich schon selbst eine Grube gegraben haben, hören Sie auf, sich noch tiefer in den Dreck zu wühlen. Aus Ihrem Munde will die deutsche Wissenschaft nur noch die Worte „Hiermit lege ich mein Mandat nieder“ hören, keinesfalls aber die Worte „wissenschaftliche Reinheit“. Sie beschmutzen das Wort <em>Wissenschaft</em> jedes Mal, wenn Sie es in den Mund nehmen.</p>
<p>Andererseits ist der Satz denkwürdig, weil er ein perfektes Beispiel für das zweite der oben genannten Probleme darstellt &#8212; das Problem, die über jeden Zweifel erhabene Autorität des von GuttenPlag und VroniPlag angewandten Dokumentationsprozesses zu vermitteln.</p>
<p>Chatzimarkakis ist mit der fast schon kriminellen Energie, mit der er sein Plagiat angefertigt hat, meines Erachtens weder für die Gesellschaft insgesamt, noch für unsere von Imageproblemen geplagten Politiker repräsentativ. Aber mit seinem absoluten Unverständnis wissenschaftlicher Denkweisen ist er leider typisch für große Teile sowohl der Gesellschaft im Allgemeinen als auch der Politik im Besonderen.</p>
<p>Für ihn, und eben auch für viele andere, ist Wahrheit etwas Relatives, eben reine Meinungssache. Wenn ich mit meiner Dissertation meinen verstorbenen Großvater glücklich machen wollte, wenn ich der festen Überzeugung bin, man dürfe in Oxford ohne Anführungszeichen „zitieren“, so denkt er, dann ist es egal, ob ich damit alle Grundsätze menschlicher Aufrichtigkeit (geschweige denn, wissenschaftlicher Integrität) verletze. Ich bin dann ein tragischer, vom Pöbel verfolgter Held.</p>
<p>Und wenn ein SPD-Mitglied daran mitwirkt, die Dissertation eines FDP-Politikers als das kaltschnäuzig kalkulierte Plagiat zu enttarnen, das sie nun einmal ist, dann zählt das nicht &#8212; es kann ja nur aus parteipolitischen Interessen geschehen sein.</p>
<p>Was er nicht versteht, ist, dass die Wissenschaft schon vor hundert Jahren erkannt hat, dass persönliche Motive in der Tat schlechte Ratgeber sind, wenn es um die Suche nach der Wahrheit geht. Da sich persönliche Motive aber nun einmal nicht ausschalten lassen, hat die Wissenschaft eine Reihe von Protokollen entwickelt, deren strikte Anwendung dafür sorgt, dass sie schlicht keine Rolle spielen. Zu diesen Protokollen gehören auch die Vorgehensweisen, nach denen sich VroniPlag richtet: Offenlegung der Datengrundlage, transparente und nachvollziehbare Dokumentation der Ergebnisse und Überprüfung dieser Ergebnisse durch mehrere, unabhängig voneinander arbeitende Personen.</p>
<p>Es ist theoretisch denkbar, dass <em>Goalgetter</em> ein antifreidemokratischer Schläfer ist, eine Geheimwaffe der SPD, die die FDP durch das Enttarnen von wissenschaftlichen Betrügern soweit schwächen soll, dass diese keine Gefahr mehr darstellt. Da die FDP das geringste Problem der Sozialdemokraten ist, ist das unwahrscheinlich, aber eben theoretisch denkbar.</p>
<p>Es ist theoretisch auch denkbar, dass er ein mit allen Wassern gewaschener Geschäftsmann ist, der eine Plagiatsoftware geschrieben und VroniPlag nur zu Werbezwecken inszeniert hat. Da er als der gute Mittelständler, der er dann wäre, sicher nicht ausgerechnet FDP-Politiker aufs Korn genommen hätte, ist auch das unwahrscheinlich, aber eben theoretisch denkbar.</p>
<p>Schließlich ist es theoretisch auch denkbar, dass er ein Roboter aus der Zukunft ist, der seine Energie aus dem Aufdecken von durch FDP-Politiker/innen begangenen Plagiaten bezieht. Da jeder weiß, dass Roboter aus der Zukunft ihre Energie aus dem Genuss geistiger Getränke beziehen, ist auch das unwahrscheinlich.</p>
<p>Aber eben theoretisch denkbar.</p>
<p>Vor allem aber ist es völlig egal. Wir brauchen über seine Motive nicht zu rätseln, ebenso wenig, wie über die seiner Mitstreiter bei VroniPlag. Denn VroniPlag enttarnt Plagiate nicht dadurch, dass man dort die &#8212; wie auch immer motivierte &#8212; <em>Meinung</em> äußert, dass es sich um Plagiate handelt, sondern dadurch, dass man in fast schmerzhaftem und für jeden einsichtigem Detail darstellt, welche Passagen aus welcher Quelle abgeschrieben sind.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/322/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=322&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8230; und führe mich nicht in Versuchung</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 10:35:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>deplagio</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Studie in PoMo von Dierk Haasis (mit Gästen) Was ist eigentlich ein Plagiat, und warum sollte es schlimm sein? Seit 30 Jahren recyclen wir Plastik, Glas, Papier, alles uninteressanter Schund verglichen mit den wichtigen geistigen Ergüssen von Studenten, Kandidaten, Doktoranden und Professoren. Dabei liest die meisten dieser Arbeit ohnehin nie wieder jemand. Da sollte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=314&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Studie in PoMo von Dierk Haasis (mit Gästen)</strong></p>
<p>Was ist eigentlich ein Plagiat, und warum sollte es schlimm sein? Seit 30 Jahren recyclen wir Plastik, Glas, Papier, alles uninteressanter Schund verglichen mit den wichtigen geistigen Ergüssen von Studenten, Kandidaten, Doktoranden und Professoren. Dabei liest die meisten dieser Arbeit ohnehin nie wieder jemand. Da sollte es doch eine gute Idee sein, die besten Ideen und Formulierungen heraus zu picken und damit eigene Leistung zu emulieren.</p>
<p>Erwartet jemand, dass wir „Die Sonne ist rund“ als „Sonne, die rund ist“ schreiben, damit uns keine Suchmaschine findet? Was ist mit gleichen Sinnzusammenhängen, aber abweichenden Begriffen, Sätzen? Wenn wir Einsteins Relativitätstheorie durch andere Begriffe und Formelzeichen ersetzen, ist das ein Plagiat? Die Suchmaschine würde versagen. Aber ja: es wäre ein Plagiat.<span id="more-314"></span></p>
<p>So sieht die Welt doch aus, sie ist beschreibbar, in mathematischen Sprachen, in natürlichen Sprachen. Der Dichter findet den Rhythmus der Welt, der Physiker den Rhythmus des Universums. Und da die nun mal so sind, wie sie sind, ist es völlig egal, welcher Name unter diesen Rhythmen steht. Hauptsache alle wiegen sich mit.</p>
<p>Es ist kein Zufall, dass „geistiger Diebstahl“ ausgerechnet im Internet angeprangert wird. Hier herrscht eine intellektuelle Avantgarde, die dem Begriff des geistigen Eigentums sonst sehr feindlich gegenübersteht. GuttenPlag und VroniPlag bieten allen die anonyme Möglichkeit, beliebige Doktorarbeiten nach unausgewiesenen Zitaten zu durchsuchen. Damit der „Fall“ ins Netz gestellt werden kann, genügt es, dass zehn Prozent des Textes auf diese Weise als „Plagiat“ identifiziert werden.</p>
<p>In der Literaturwissenschaft nennt man das Zusammenkopieren &#8211; Entschuldigung: die Komposition &#8211; fremder Texte ohne Hinweis auf die eigentlichen Urheber Intertextualität. Zumindest wollen uns das einige Apologeten der Kopisten weis machen, z.B. <a href="http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-05/plagiate-historie">Rafael Wawer</a> oder <a href="http://www.freitag.de/kultur/1128-wer-vom-kleinb-rgerlichen-ressentiment-nicht-reden-will-soll-vom-plagiat-schweigen">Magnus Klaue</a> (Der Herr heißt wirklich so). Natürlich gehen die Texte dieser Herren nicht völlig am Thema vorbei, es ist schon richtig, den Uneingeweihten zu erläutern, dass Fakten Allgemeingut sind. Allerdings geht es darum gar nicht.</p>
<p><strong>Es gibt keine neuen Geschichten</strong></p>
<p>Literatur im engeren Sinne &#8211; was wir so als Unterhaltung, gute Geschichten, aber eben nicht dokumentarisch sehen &#8211; funktioniert in gewisser Weise nicht anders als Wissenschaft: der Autor steht auf den Schultern von Riesen. Wir benutzen, was vor uns war und entwickeln daraus unsere eigenen Sicht der Welt. Anders als Wissenschaft ist Literatur aber nicht überprüfbar. Intertextualität entsteht, weil jemand einen ironischen Kommentar auf einen anderen Autor abgeben möchte, oder darauf verweisen möchte, wer ihn beeinflusst hat. Das ist das Gegenteil dessen, was Plagiatoren im Wissenschaftsbetrieb machen, die eben geheim halten wollen, von wem sie klauen.</p>
<p>Die Plagiatsjäger im Internet müssen nicht qualifiziert sein, sie müssen nur das Internet benutzen können. Sie müssen nicht einschätzen können, welchen Stellenwert Zitate in den unterschiedlichen akademischen Disziplinen haben. Sie müssen den Text, den sie durchsuchen, nicht geistig durchdringen, um die Bruchstücke zu finden, auf die allein es ihnen ankommt. Sie suchen nicht wegen der Sache, sie suchen auf gut Glück. In dieser Beliebigkeit sind sie nicht anders als die Plagiatoren, die sie bloßstellen. Beide sind Symptome einer Welt, in der die Denunziation über Erkenntnis und die Willkür über Wahrheit gesetzt wird.</p>
<p>Die ironische Verwendung fremder Textstellen oder Stile ist keine neue Entwicklung, sie war schon immer Teil der Literatur. Die Autoren gingen und gehen dabei davon aus, dass ihre Leser gebildet sind und wissen, was sie lesen. Wenn Vergil seine Aenaeis nach Vorbildern Homers baut, dann ist dies eine Referenz, die dem Werk eine Bedeutungsebene hinzufügt. Und Vergil vertraute darauf, dass seine Leser den indirekten Verweis bemerkten, also verzichtete er auf Fußnoten. Auch Dante durfte darauf vertrauen, dass seine Referenzen den Lesern bekannt waren, trotzdem explizierte er zumindest eine &#8211; Vergil.</p>
<p>Irgendwann, etwas vor der Moderne, wurde daraus ein Spiel, Autor und Leser standen im Wettstreit. Die Referenzen wurden obskurer, die zusätzlichen Bedeutungsebenen versteckten sich ein wenig &#8211; aber selten zu sehr, als dass Autor und Leser nicht triumphierend grinsen konnten. Wissenschaftliche Arbeiten sind aber keine Vexierspiel, bei denen der Autor voraussetzt, dass sein Romantitel dem Leser als Zeile aus einem Robert Burns bekannt ist.</p>
<p><strong>Plagiate sind immer alte Ideen</strong></p>
<p>In einer wissenschaftlichen Arbeit geht es zuerst einmal darum, einen Gedankengang jederzeit nachvollziehbar darzustellen. Was habe ich beobachtet? Welche Frage löste das aus? Gibt es bereits Antworten? Wenn ja, sind diese ganz oder teilweise falsch? Habe ich neue Nebenaspekte entdeckt?</p>
<p>Nicht jeder Schritt in einer Argumentation muss von einem selbst kommen, aber es muss immer klar sein, was von MIR ist und was andere &#8211; jene berühmte Riesen &#8211; beigetragen haben. Die allgemein anerkannten Zitierregeln, die jeder Student an einer Universität bereits im ersten Semester lernt, dienen dazu, es dem Leser einfach zu machen, die fremden Gedanken zu finden. Dabei sind die Unterschiede in den Konventionen übrigens sehr gering. Ob End- oder Fußnoten, im Text direkt angegeben, Kurzform mit eindeutigem Verweis auf die Bibliografie, Anführungszeichen, Blockeinrückung, Kursiv- oder Fettschrift &#8211; das spielt keine Rolle, sofern man alles zitierte und paraphrasierte deutlich kennzeichnet und all notwendigen Daten zur Auffindung bereit stellt.</p>
<p>Natürlich haben diese Konventionen nicht nur etwas mit rationaler Nachprüfbarkeit zu tun, es geht auch um Eitelkeit. Schließlich ist Anerkennung die Währung der Wissenschaft. Wer einen gut dotierten Job möchte, muss von den Kollegen anerkannt sein. Er muss zitiert werden, aber nicht plagiiert. Es geht tatsächlich auch ums Urheberrecht im engeren Sinne, nämlich um die Frage, wer etwas gefunden und gesagt hat. Die zugehörigen Nutzungsrechte sind in der Wissenschaft recht weit gefasst, das Zitat ist auch im Gesetz explizit erlaubt.</p>
<p>At mine unworthiness that dare not offer<br />
What I desire to give, and much less take<br />
What I shall die to want. But this is trifling;<br />
And all the more it seeks to hide itself,<br />
The bigger bulk it shows. <a href="http://www.opensourceshakespeare.org/views/plays/play_view.php?WorkID=tempest&amp;Act=3&amp;Scene=1&amp;Scope=scene">Hence, bashful cunning!</a><br />
And prompt me, plain and holy innocence!<br />
I am your wife, it you will marry me;<br />
If not, I&#8217;ll die your maid: to be your fellow<br />
You may deny me; but I&#8217;ll be your servant,<br />
Whether you will or no.</p>
<p>Schriebe ich unter jenen Text meinen Namen, schmückte ich mich mit fremden Federn. Hätte ich statt eines berühmten Autoren mit distinktem Stil, einen unbekannten Langweiler beklaut, würde es wohl niemand merken. Das machte es aber nicht richtig, es wäre immer noch schmücken mit fremden Federn. Der Plagiator stellt sich nicht auf die Schultern der Riesen, er stiehlt die Hosen und hofft, dass niemandem auffällt, dass sie für ihn viel zu groß sind.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/314/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/314/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/314/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/314/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/314/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/314/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/314/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/314/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/314/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/314/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/314/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/314/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/314/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/314/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=314&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Dünne Bretter und dicke Bücher</title>
		<link>https://deplagio.wordpress.com/2011/07/25/duenne-bretter-und-dicke-buecher/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 08:47:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jgoschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doktortitel]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Diskussionen um plagiierte und teilplagiierte Doktorarbeiten sowie den Wert eines Doktortitels an sich wurde und wird immer wieder das Argument bemüht, dass die Anforderungen an Dissertationen sehr unterschiedlich sein können. Besonders medizinische Doktorarbeiten werden dabei als minderwertige „Dünnbrettbohrarbeiten“ abgetan. Die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen sind unterschiedlich. Zum einen wird auf die gesellschaftliche Ungleichheit hingewiesen, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=306&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Diskussionen um plagiierte und teilplagiierte Doktorarbeiten sowie den Wert eines Doktortitels an sich wurde und wird immer wieder das Argument bemüht, dass die Anforderungen an Dissertationen sehr unterschiedlich sein können. Besonders medizinische Doktorarbeiten werden dabei als minderwertige „Dünnbrettbohrarbeiten“ abgetan. Die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen sind unterschiedlich. Zum einen wird auf die gesellschaftliche Ungleichheit hingewiesen, die die Existenz von öffentlich getragenen Titeln erzeugt, andererseits die wissenschaftliche Entwertung des Doktorgrades beklagt. Ein Beispiel für ersteres findet sich in einem Posting aus dem Blog <em>Bruchpfau</em>:</p>
<blockquote><p>Ein Arzt ohne Doktortitel ist seitens der Gesellschaft oft nur ein halber Arzt. Dies führt dazu, dass die meisten Medizinstudenten sich gezwungen fühlen zu promovieren. Das wiederum hat an den meisten Unis zur Folge, dass Mediziner oftmals nur die Hälfte an Text einzureichen brauchen als beispielsweise Geisteswissenschaftler. Die Universität Magdeburg zum Beispiel gibt für Mediziner ein Maximum von 60 Seiten vor. Ein Geisteswissenschaftler würde dies lediglich als Seminararbeit werten. [...] Das Guttenberg-Syndrom scheint sich zu einem festen Bestandteil in unserer Welt zu manifestieren, wohl aber auch die Tatsache, dass offenbar kaum jemand sich die Mühe macht, darüber nachzudenken, warum es überhaupt da ist und wie es entstehen konnte. [Julia Jung: <a href="http://www.bruchpfau.de/2011/06/27/das-guttenberg-syndrom-eine-folge-unseres-leistungsbegriffs/">Das Guttenberg-Syndrom – Eine Folge unseres Leistungsbegriffs?!</a>, 27.6.2011]</p></blockquote>
<p>Diese Argumentation soll wohl das Gewicht eines Betruges in diesem Bereich relativieren oder, etwas raffinierter, die Motivation zum Erwerb eines Doktorgrades gesellschafts- und wissenschaftskritisch beleuchten: Der Druck der Gesellschaft auf bestimmte Berufsgruppen, mit einem Doktortitel aufzuwarten führe zu der Verlockung, sich einen solchen zu erschleichen.<span id="more-306"></span></p>
<p>Nun bleibt unklar, warum das in irgendeiner Weise bemerkenswert sein sollte: Natürlich ist es immer gesellschaftliche Ungleichheit, die zu der Gier führt, sich an herausgehobener Stellung der Gesellschaft zu positionieren – sei es durch Geld, Macht oder akademische Würden. Nur bleibt es trotzdem verboten, Banken auszurauben – solchen Verlockungen wird man allenfalls in einer absolut egalitären Gesellschaft entgehen (wobei selbst entsprechende Utopien bzw. Dystopien Schwierigkeiten haben, dies konsequent zu Ende zu denken.)</p>
<p>An anderen Stellen wird das Argument des „Dünnbrettbohrens“ bemüht, um außerdem auf eine „Entwertung“ des Doktortitels hinzuweisen:</p>
<blockquote><p>Wenn die gesellschaftlichen Vorteile eines Doktorgrades zum Pfuschen verleiten, sind die sehr unterschiedlichen Anforderungen, die an eine Promotion gestellt werden, verantwortlich für die Sinnentleerung des Titels (doctus = gelehrt, nicht geleert). Ein Medizinstudent, der in wenigen Monaten neben seinem Studium die Dissertation in Form einer zehnseitigen „klinisch-theoretischen“ Arbeit vorlegt, und der Geisteswissenschaftler, der fünf Jahre harte Arbeit nach Abschluss des Studiums in eine Dissertation von fünfhundert Seiten investieren muss – beide erhalten am Ende den gleichen akademischen Grad. [Phil Petracco: <a href="http://www.studilux.de/praktikum-jobs/dottore-zu-guttenberg.html">Dottore zu Guttenberg</a>, in Studilux vom 21.2.2011]</p>
<p>An der Entwertung des Doktorgrades trägt die akademische Welt jedoch Mitschuld. Dass nicht jeder „Doktor“ seinen Titel und die zugehörige Note verdient hat, ist schon lange ein offenes Geheimnis. In der Medizin etwa werden Leistungen akzeptiert und sogar mit „gut“ und „sehr gut“ ausgezeichnet, die in den Naturwissenschaften eine Blamage für den betreuenden Professor wären. Die Fakultäten wissen das natürlich, doch Mediziner promovieren meist neben dem Studium und haben deshalb kaum Zeit, ein dickes Brett zu bohren. Der Doktorgrad, der eigentlich ein Nachweis der „Fähigkeit zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten“ sein soll, ist nicht nur bei Ärzten zu einem dekorativen Instrument für Karriere und wirtschaftlichen Erfolg entartet. [Alexander S. Kekulé: <a href="http://www.pnn.de/meinung/525948/">Nicht jeder braucht einen Doktor</a>, in Potsdamer Neueste Nachrichten vom 20.7.2011. Der Autor ist Mikrobiologe und Direktor des Instituts für Biologische Sicherheitsforschung in Halle.]</p></blockquote>
<p>Wenn es hier nur darum gehen soll, dass für Eingeweihte die unterschiedlichen Hintergründe des Erwerbs eines Doktortitels erkennbar bleiben sollen, so gibt es genau dafür die Unterscheidung zwischen Dr. med., Dr. phil., Dr. rer.nat., Dr. jur. und so weiter. Durch die Kennzeichnung der jeweiligen Fakultät, an der der akademische Grad erworben wurde, sollte es einfach möglich sein zu unterscheiden, mit welcher Art von Qualifikation man es eigentlich zu tun hat.</p>
<p>Die Schlussfolgerungen sind in beiden Fällen fragwürdig. Noch wichtiger festzuhalten ist jedoch, dass die unhinterfragte Annahme, Doktorarbeiten aus verschiedenen Fächern seien unterschiedlich viel wert, in ihrer Einfachheit so nicht stimmt.</p>
<p>Abgesehen davon, dass die immer wieder wiederholte Fakten über die kurzen und schnellen Dissertationen in der Medizin nur auf einen Teil der Arbeiten zutreffen, nämlich im wesentlichen auf statistische Doktorarbeiten im Rahmen von rückblickenden klinischen Studien, nicht jedoch auf experimentelle Laborstudien, gibt es daran noch andere Probleme.</p>
<p>Zum einen ist die Vorstellung, dass die Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit systematisch mit deren Länge oder Dicke zusammenhängt, äußerst lächerlich. Das Verfassen „dicker Bücher“ ehrfürchtig mit Gelehrtheit zu assoziieren, erwartet man eher von bildungsfernen Menschen. Da dass Argument jedoch nachweislich immer wieder von nachweislich formal gebildeten Menschen vorgebracht wird, scheint es sich in den meisten Fällen eher um ein geisteswissenschaftliches Vorurteil zu handeln. Wo weder eine empirische Studie noch ein origineller Gedankengang Kern einer wissenschaftlichen Arbeit sein müssen, sondern vielmehr das akribische Zusammentragen, Synthetisieren und Diskutieren bereits bekannter Fakten und Ideen, hat natürlich Quantität zumindest bedingt etwas mit Vollständigkeit und Sorgfalt zu tun. Dies ist aber offensichtlich auf andere Fächer wenig oder gar nicht übertragbar.</p>
<p>Neben dem Seitenzahlargument wird gerne auf den unterschiedlichen Zeitaufwand hingewiesen (s.o) oder wie hier in der Süddeutschen Zeitung:</p>
<blockquote><p>[...] die meisten Medizinstudenten promovieren nicht nach dem Studium, wie es in anderen Fächern üblich ist. Sie schreiben ihre Doktorarbeit vielmehr parallel dazu &#8211; und das auch noch in einer viel kürzeren Zeit. Während es in den Naturwissenschaften durchaus schon mal vier Jahre dauern kann, bis sich ein Doktorand die begehrten zwei Buchstaben vor seinen Namen stellen kann, ist eine Promotionsdauer von nur sechs Monaten unter Medizinern durchaus üblich. Da verwundert es kaum, dass der Erkenntnisgewinn solcher Arbeiten gering ist. [Julia Bönisch: <a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/medizinstudium-und-promotion-dr-med-duennbrettbohrer-1.120817">Dr. med. Dünnbrettbohrer</a>, in sueddeutsche.de vom 8.7.2009]</p></blockquote>
<p>Aber auch hier handelt es sich um ein Argument, in dem Quantität mit Qualität gleichgesetzt wird. Nur wird hier nicht einmal mehr auf das Produkt – die Doktorarbeit – geschaut, sondern auf die individuelle Mühe und den Zeitaufwand, den Doktoranden aufbringen. Interessanterweise hatte auch Guttenberg in seinen ersten Erklärungen den Zeitaufwand in die Diskussion eingebracht: „Meine von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat, und den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir. Sie ist <em>über etwa sieben Jahre</em> neben meiner Berufs- und Abgeordnetentätigkeit als junger Familienvater in <em>mühevoller Kleinstarbeit</em> entstanden [...]“ (am 18.2.2011 bei seiner Erklärung im Verteidigungsministerium).</p>
<p>Es ist unklar, wieso dies eine Rolle spielen sollte. Man bekommt den Doktortitel nicht fürs Sich-Mühe-Gegeben-Haben, das wissen insbesondere die, die nach langen Jahren Arbeit an einer Dissertation aus verschiedenen Gründen aufgeben. Eine Dissertation, an der zehn Jahre gearbeitet wurde, muss keinesfalls besser sein als eine, die in drei Jahren fertiggestellt wurde &#8211; dass hier sehr unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen können, liegt auf der Hand. Und die Annahme, dass es aber eine Art „Mindestmaß“ (von etwa vier Jahren) geben muss, scheint ebenfalls stark geisteswissenschaftlich geprägt. Deutlich seltener hört man denn auch von Geisteswissenschaftlern einen Vergleich zwischen der Zwischenprüfung in alten Magister- und Lehramtsstudiengängen und dem Physikum der Mediziner – wer dort in der Bewertung des Arbeitsaufwandes als „Dünnbrettbohrer“ klassifiziert werden müsste, scheint zumindest mir sehr klar.</p>
<p>Deshalb sind meines Erachtens überhaupt nur Argumente bedenkenswert, die unterschiedliche inhaltliche Anforderungen an Doktorarbeiten in verschiedenen Fächern zu bedenken geben. Aber auch hier wird ein großer Teil der Unterschiede durch die Zusätze <em>med</em>., <em>phil</em>. und andere zum Ausdruck gebracht. Genaugenommen scheint nur ein Kriterium allgemein genug, um weiter beleuchtet zu werden, nämlich die Frage, ob eine Doktorarbeit eine neue wissenschaftliche Erkenntnis liefern muss. Das kann im Prinzip auch eine statistische Doktorarbeit im Rahmen einer rückblickenden klinischen Studie. Die Frage, ob eine individuelle Doktorarbeiten neue Erkenntnisse liefern, kann natürlich nicht von außen über die Seitenzahl oder die Anzahl der investierten Arbeitsstunden entschieden werden. Vielmehr müssen Experten aus dem Fach darüber entscheiden. Das ist genau das, was eine Promotionskommission leisten sollte und wahrscheinlich in den meisten Fällen auch leistet. Denn das die Vorstellung darüber, was in einem bestimmten Fach als „neue“ Erkenntnis gelten kann, verschieden ist und sein muss, liegt auf der Hand. Wenn dort aber ein einzelnes Fach oder ein Fachgebiet kritisch beleuchtet werden muss, dann wird es sicher nicht nur die Medizin sein, sondern vor allem die Geisteswissenschaften. Die Neuartigkeit von Gedanken ist nämlich wahrscheinlich schwieriger zu bewerten als die von Messergebnissen.</p>
<p>Ebenfalls klar ist, dass sich in allen Fächern Doktoranden finden werden, die sich mit ihren Ergebnissen am unteren Rand der Relevanz- und Neuheitsskala bewegen. Trotzdem bekommen sie Doktorgrad als Zeichen dafür, dass sie die Mindestanforderungen an eine selbstständige wissenschaftliche Arbeit in ihrem Fach zumindest zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt haben – sofern die Arbeit eine Eigenleistung und kein Plagiat ist. Nicht mehr und nicht weniger.</p>
<p>Wird durch diese Situation der Doktortitel wissenschaftlich entwertet? Wohl kaum: Eine Dissertation, die kaum neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefert, wird im Idealfall nicht überragend bewertet. Das macht eine weitere wissenschaftliche Laufbahn zumindest schwierig. Selbst wenn aber an diesem Punkt in einzelnen Fächern zu gut bewertet würde: Der Doktorgrad ist lediglich eine notwendige Bedingung für den Einstieg in eine wissenschaftliche Laufbahn. An jedem entscheidenden Karriereschritt wird wieder überprüft, ob der wissenschaftliche Gehalt der bis dahin geleisteten Arbeit ausreicht. Wer dem nicht gewachsen ist oder keine wissenschaftliche Laufbahn anstrebt, dem bleibt der erworbene Doktortitel. Steht man damit automatisch an der Spitze unserer Gesellschaft? Eher nicht. Mit einem Dr. med. kann man als praktizierender Arzt sein Praxisschild schmücken und damit vielleicht Patienten anlocken (sofern das nötig sein sollte) oder als Dr. phil. hoffen, bei einem Arzt schneller ins Sprechzimmer vorzudringen oder als Dr. jur. in den Wahlkampf gehen und hoffen, in einer nicht allzu wissenschaftsfreundlichen Gesellschaft damit Wähler anzusprechen. Man kann versuchen, seinem verstorbenen Großvater einen Gefallen zu tun oder mehr Vorschläge auf Elitepartner.de zu bekommen. Die potentiellen Vorteile, die man sich erwirbt, sind vielfältig, aber für sich genommen nicht berauschend.</p>
<p>Was bleibt also von dem Argument, unterschiedliche Anforderungen seien verantwortlich für gesellschaftliche und wissenschaftliche Missstände und indirekt vielleicht gar für die Existenz plagiierter Doktorarbeiten? Nicht viel &#8211; außer dem altbekannten Ablenkungsmanöver, über die angeblichen Schwächen anderer zu reden, wenn die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel steht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/306/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/306/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/306/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=306&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Fall Althusmann: Zwei Denkanstöße</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 09:29:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>astefanowitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Althusmann]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem möglichen Plagiatsfall Althusmann haben wir uns bei DE PLAGIO noch nicht befasst, und eine ausführlichere Auseinandersetzung hat wohl auch noch etwas Zeit, da die Universität Potsdam mit der Prüfung der Vorwürfe gerade erst begonnen hat. Aber eine Zwischenmeldung ist vielleicht ganz sinnvoll, und der Fall Althusmann bietet außerdem einen Anlass für ein paar Denkanstöße. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=297&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem möglichen Plagiatsfall Althusmann haben wir uns bei DE PLAGIO noch nicht befasst, und eine ausführlichere Auseinandersetzung hat wohl auch noch etwas Zeit, da die Universität Potsdam mit der Prüfung der Vorwürfe gerade erst begonnen hat. Aber eine Zwischenmeldung ist vielleicht ganz sinnvoll, und der Fall Althusmann bietet außerdem einen Anlass für ein paar Denkanstöße. Fassen wir uns also zunächst den Fall bisher zusammen.</p>
<p>Am 6. Juli 2011 <a href="http://www.zeit.de/2011/28/Althusmann-Dissertation-Plagiat">berichtete die Wochenzeitung DIE ZEIT erstmals</a> von möglichen Unregelmäßigkeiten gegen den niedersächsischen Bildungsminister Althusmann. Der <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,772670,00.html">bezog noch am gleichen Tag Stellung</a> und verwendete dabei eine Mischung von Guttenberg’schen („handwerkliche Fehler“) und Chatzimarkakis’schen  („damals bekannte Zitierstandards“) Formulierungen. Die Universität Potsdam kündigte am selben Tag an, Untersuchungen in diesem Fall aufzunehmen (wobei Althusman &#8212; auch ganz Chatzimarkakistisch &#8212; von sich aus <a href="http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1948292/Bernd-Althusmann-wegen-Doktorarbeit-unter-Druck.html">um eine Überprüfung der Dissertation bat</a>).<span id="more-297"></span></p>
<p>Gestern, am 21. Juli 2011, <a href="http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-07/plagiatsvorwuerfe-althusmann-gutachten">meldete die ZEIT nun</a>, man habe aus Hochschulkreisen erfahren, dass die Universität Potsdam ihre Kommission zur Untersuchung wissenschaftlichen Fehlverhaltens beauftragen wird, sich mit Althusmanns Dissertation zu befassen. Ein Sprecher des Ministers <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article13501256/Minister-kaempft-um-politisches-Ueberleben.htm">gab am selben Tag bekannt</a>, der Minister habe „mit Sorgfalt die Vorhalte aus seiner Sicht entkräftet und die Stellungnahme nach Potsdam geschickt“ und erwarte die Entscheidung der Universität „sehr gelassen“.</p>
<p>Und natürlich steht auch die niedersächsische CDU derzeit geschlossen vor/hinter ihrem Bildungsminister, aber schon am 16. Juli 2011 berichteten verschiedene Zeitungen, dass man in der Bundes-CDU im Falle einer Aberkennung des Titels <a href="http://www.rp-online.de/politik/deutschland/CDU-erwartet-Ruecktritt-von-Althusmann_aid_1014472.html">von einem Rücktritt Althusmanns ausgehe</a>. Die Badische Zeitung <a href="http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/deutschland/erste-ruecktrittsforderungen-gegen-bernd-althusmann--47661859.html">berichtet außerdem heute von Rücktrittsforderungen</a> aus den Reihen der SPD, nennt aber keine Namen, und die Welt bekräftigt noch einmal, dass auch Althusmanns Parteifreunde  „hinter vorgehaltener Hand“ <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article13501256/Minister-kaempft-um-politisches-Ueberleben.html">von einem Rücktritt ausgingen</a>, falls der Doktorgrad aberkannt würde.</p>
<p>Wie <a href="http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-07/plagiatsvorwuerfe-althusmann-gutachten">die ZEIT anmerkt</a>, wäre dieser Rücktritt für Althusmann „besonders schmerzlich“, da er sein Abgeordnetenmandat aufgegeben habe, als er als Staatssekretär ins Kultusressort wechselte, von wo aus er dann zum Minister befördert wurde. Bei einem Rücktritt „stünde [er] blank da: ohne Amt, ohne Mandat und ohne Titel.“</p>
<p>Hier ist der Zeitpunkt für einen ersten Denkanstoß. Zeit-Autor Martin Spiewak, der den Fall Althusmann ja selbst ins Rollen gebracht und damit gezeigt hat, dass er für wissenschaftlichen Betrug nichts übrig hat, geht mit dieser Formulierung dennoch ganz selbstverständlich davon aus, dass Althusmann sein Mandat, wenn er eins hätte, auch im Falle eines Titelentzugs behalten dürfte.</p>
<p>Und mit dieser Annahme liegt er ja leider richtig, denn seit Guttenberg hat  keine/r der enttarnten Betrüger/innen das Mandat niedergelegt. Weder der Baden-Württembergische Landtagsabgeordnete Matthias Pröfrock, noch die Europa-Abgeordneten Silvana Koch-Mehrin und Georgios Chatzimarkakis sind offenbar der Meinung, dass ihr Betrug ihre persönliche und politische Integrität so massiv infrage stellt, dass eine politische Auszeit angesagt wäre.</p>
<p>Wenn die demaskierten Hochstapler sich mit dieser Ansicht durchsetzen, wäre das ein Armutszeugnis für die Rolle und den Wert von Bildung und Wissenschaft in Deutschland. Ich frage mich, wann in der Politik endlich Stimmen laut werden, die von den Plagiator/innen nicht nur einen Rücktritt von Ämtern, sondern auch eine Niederlegung politischer Mandate fordern.</p>
<p>Der zweite Denkanstoß ergibt sich aus der Art des Anfangsverdachts gegen Althusmann. Anders als alle anderen derzeit diskutierten Fälle ist der sein Fall ja nicht von <a href="http://de.vroniplag.wikia.com">VroniPlag</a> ins Rollen gebracht worden, sondern eben von der ZEIT. Diese hat Althusmanns Arbeiten von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern deutscher Universitäten begutachten lassen und deren Bericht am 6. Juli 2011 veröffentlicht (er kann <a href="http://images.zeit.de/studium/hochschule/2011-07/Analyse-Althusmann-Endfassung-2.pdf">hier als PDF-Datei</a> heruntergeladen werden).</p>
<p>Und obwohl der Bericht sorgfältig gearbeitet wirkt, muss ich sagen, dass ich zum ersten Mal nicht gewillt bin, mir ein abschließendes Urteil über einen der aktuellen Plagiatsfälle zu bilden, bevor die Kommission der Universität Potsdam ihre Entscheidung bekannt gibt. Sicher, die Beispiele, die der Bericht aufführt, sind von genau derselben Art wie die, die VroniPlag für die dort bearbeiteten Fälle dokumentiert. <del>Aber anders als bei VroniPlag, wo der Bericht nur eine Zusammenfassung der vollständigen und vollständig einsehbaren Dokumentation ist, gibt es im Fall Althusmann außer dem Bericht keine öffentliche Dokumentation</del>.[Nachtrag: Die Dokumentation ist <a href="http://opendata.zeit.de/plagiat/Beanstandete-Stellen-Althusmann.pdf">hier als PDF-Datei [23 MB]</a> verfügbar, geprüft wurden aber nur vier der sieben Kapitel]. Damit lässt sich der Umfang der plagiierten Stellen ebenso wenig vollständig nachvollziehen wie die Kategorisierung der Autoren, und so bleibt aus meiner Sicht die &#8212; zugegebenermaßen entfernte &#8212; Möglichkeit, dass in diesem Fall tatsächlich nur eine extrem fahrlässige Arbeitsweise, aber keine Täuschungsabsicht vorliegt.</p>
<p>Das zeigt für mich die klare Stärke des Systems VroniPlag. Dort findet zunächst eine Vorprüfung statt, und eine Arbeit wird erst dann, wenn auf zehn Prozent der Seiten Plagiatsstellen gefunden wurden, in die genaue Überprüfung genommen. Dort werden dann aber alle Fundstellen in Form von „Fragmenten“ (also zusammenhängenden plagiierten Passagen beliebiger Größe) direkt dem Original gegenübergestellt und mit Quellenangabe und Plagiatskategorie versehen. Um die Kategorisierung gibt es manchmal Diskussionen und sie werden entsprechend abgeändert, sodass am Ende ein belastbares Gesamtbild von Art und Umfang des Plagiats entsteht, das auch durch anhaltende Ausflüchte und Gegenangriffe der Plagiator/innen nicht ins Wanken geraten kann.</p>
<p>Das System VroniPlag ist in seiner Transparenz und seiner starken Orientierung an wissenschaftlichen Arbeitsweisen vorbildlich. Ob das Alternativsystem von Fachgutachten ohne öffentliche Dokumentation ebenso gut funktionieren kann, muss sich erst noch zeigen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/297/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=297&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Stilfrage Plagiat?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 07:29:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>astefanowitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute morgen in der Hamburger Mensa im Philturm gesehen: Soll man sich freuen, dass das Plagiieren bereits als Beispiel für falsches Verhalten in die Popkultur eingegangen ist? Oder soll man sich ärgern, weil es auf eine Ebene mit einer trivialen Privatsache wie Deoflecken gestellt wird?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=291&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen in der Hamburger Mensa im Philturm gesehen:</p>
<div id="attachment_294" class="wp-caption aligncenter" style="width: 411px"><a href="http://deplagio.files.wordpress.com/2011/07/niveawerbung1.png"><img class="size-full wp-image-294" title="Niveawerbung, Sommer 2011" src="http://deplagio.files.wordpress.com/2011/07/niveawerbung1.png?w=590" alt="Werbetext: Doktorarbeit abgeschrieben? Genauso clever wie gelbe Flecken auf Weiß."   /></a><p class="wp-caption-text">Niveawerbung, Sommer 2011</p></div>
<p>Soll man sich freuen, dass das Plagiieren bereits als Beispiel für falsches Verhalten in die Popkultur eingegangen ist? Oder soll man sich ärgern, weil es auf eine Ebene mit einer trivialen Privatsache wie Deoflecken gestellt wird?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/deplagio.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/deplagio.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/deplagio.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/deplagio.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/deplagio.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/deplagio.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/deplagio.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/deplagio.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/deplagio.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/deplagio.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/deplagio.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/deplagio.wordpress.com/291/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/deplagio.wordpress.com/291/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/deplagio.wordpress.com/291/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=291&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Titelhuberei</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 08:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>astefanowitsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doktortitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wiederholt bin ich in den letzten Tagen auf das Wort Titelhuberei angesprochen und angeschrieben worden, das Krista Sager in ihrer Pressemeldung zur Streichung von Doktortiteln aus dem Personalausweis verwendet hat. Ob das ein neues Wort sei, wurde ich gefragt, was es genau bedeute und woher es komme. In die aktuelle Debatte eingeführt hat dieses Wort, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=deplagio.wordpress.com&amp;blog=24565559&amp;post=288&amp;subd=deplagio&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wiederholt bin ich in den letzten Tagen auf das Wort <em>Titelhuberei</em> angesprochen und angeschrieben worden, das Krista Sager in ihrer <a href="http://deplagio.wordpress.com/2011/07/15/der-plan-von-der-abschaffung-des-titels/">Pressemeldung zur Streichung von Doktortiteln aus dem Personalausweis</a> verwendet hat. Ob das ein neues Wort sei, wurde ich gefragt, was es genau bedeute und woher es komme.</p>
<p>In die aktuelle Debatte eingeführt hat dieses Wort, soweit ich herausfinden konnte, Bundesbildungsministerin (Hon.-Prof. Dr.) Annette Schavan, die es am Wochenende des 18./19. Juni gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung <a href="http://www.faz.net/artikel/C30923/plagiatsaffaere-koch-mehrin-soll-mandat-behalten-30442712.html">verwendet hat</a>: Ihrer Meinung nach sollte der Doktortitel „Ausdruck einer wissenschaftlichen Qualifikation und nicht ein Statussymbol oder Titelhuberei sein“.</p>
<p><a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachgebrauch/2011-07-18/titelhuberei">Im SPRACHLOG weiterlesen&#8230;</a></p>
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