Ein guter Tag für die Wissenschaft

Die Universität Bonn hat also entschieden: Chatzimarkakis’ Doktorgrad ist weg. Und außer dem Enttitelten selbst dürfte das auch niemanden ernsthaft überraschen.

Er hat sich viel Mühe gegeben, öffentliche Verwirrung um seinen Fall zu stiften. Das Herumwerfen mit den Namen vermeintlicher Eliteuniversitäten, seine gebetsmühlenartig wiederholte (aber deswegen trotzdem falsche) Behauptung, in seiner Dissertation gebe es „keine Stelle ohne Quelle“, seine mit bildungsbürgerlichem Angebervokabular („Tyrannis“) gespickten Vorwürfe gegen die Plagiatsdokumentare von VroniPlag, die dunklen Andeutungen in Anne Wills Talkshow, dass diese Plagiatsdokumentation „öffentlichen Druck“ auf die Universitäten erzeuge, dem diese sich dann nicht entziehen könnten, seine Koch-Mehrinschen Angriffe auf den eigenen Doktorvater, der doch seine Arbeit hätte besser machen müssen, und natürlich seine mehrfach geäußerte Hoffnung, die Universität Bonn könnte ihm tatsächlich den Doktorgrad lassen — man wusste nicht, ob das alles kalkulierte Rückzugsgefechte waren, um irgendwie mit dem Titel nicht auch das Gesicht zu verlieren, oder ob Chatzimarkakis’ Unverständnis von Integrität, Anstand und Wissenschaft tatsächlich so tiefgehend ist, dass er selbst an all das glaubt, was er da von sich gibt.

Diese Frage hat sich für mich beantwortet als ich heute morgen aus einem befremdlich kritiklosen Artikel der Saarbrücker Zeitung von seinen Plänen erfuhr, im Falle einer Aberkennung seines Doktorgrades seine Arbeit „nachzubessern“ oder gar eine zweiter Dissertation zu verfassen, ist mir, zugegebenermaßen verspätet, klargeworden, dass er das alles Ernst meint. Dass er wirklich nicht versteht, wie Wissenschaft und wissenschaftliche Institutionen funktionieren. Dass er wahrhaftig glaubt, Universitäten existierten zur Befriedigung seiner Eitelkeiten. „Ich habe meinem Großvater versprochen, das durchzuziehen, dazu stehe ich“, wird er von SZ-Redakteurin Cathrin Elss-Seringhaus, die den uneinsichtigen Plagiator ohne Ironie als „Jorgo Löwenherz“ bezeichnet, zitiert.

Aber nach der Universität Bayreuth, der Universität Konstanz, der Universität Heidelberg und der Universität Hamburg hat nun auch die Universität Bonn gezeigt, dass die deutschen Universitäten sich von Pathos, Ausflüchten und Gegenangriffen nicht beirren lassen. Universitäten bestehen aus Menschen, und Menschen machen Fehler, und so werden Plagiatsfälle auch in Zukunft nicht völlig vermeidbar sein.

Aber wenn diese Betrugsfälle bekannt werden, dann zögern die Universitäten heute nicht mehr, die eigenen Fehler anzuerkennen und rückgängig zu machen. Dass das nicht immer so war, zeigt der Fall Mathiopoulos, den die Universität Bonn, die heute so tadellos gehandelt hat, schon vor vielen Jahren hätte ebenso entscheiden müssen. Schon das, was an plagiierten Stellen damals in deren Dissertation aufgedeckt worden war, hätte allemal gereicht, um ihr den Doktorgrad abzuerkennen. Aber auch diesen Fall greift man in Bonn nun wieder auf und nach der heutigen Entscheidung habe ich keinen Zweifel, dass die Tage von Mathiopoulos Doktortitel gezählt sind.

Ihre Motivation zu konsequentem Handeln verdanken die Universitäten zumindest in Teilen GuttenPlag und VroniPlag. Die vielen Stunden uneigennütziger Arbeit, die die dort Mitwirktenden in die Dokumentation von Plagiaten stecken, könnten die personell ausgedünnten Universitäten schlicht nicht aufbringen, und die emotionslose Öffentlichkeit, die durch diese Plattformen hergestellt wurde und wird macht es den Universitäten unmöglich, die Plagiatsfälle unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu behandeln und möglicherweise unter den Tisch fallen zu lassen. Die Plagiatsdokumentatoren sind das öffentliche Gewissen der Universitäten.

Heute mag ein schlechter Tag für Chatzimarkakis sein, aber es ist ein guter Tag für die deutsche Wissenschaft.


36 Kommentare on “Ein guter Tag für die Wissenschaft”

  1. Christoph sagt:

    Sollte dieser Mensch damit durchkommen und in der Tat eine zweite Arbeit schreiben dürfen, hat sich der sogenannte Wissenschaftsstandort Deutschland ruiniert oder sich zumindest einen großen Schritt dem moralischen Ruin angenähert.

    Dennoch, es ist eine gute Nachricht, dass der Titel aberkannt wurde, wenn es auch etwas länger gedauert hat.

  2. ediederichs sagt:

    „Dennoch, es ist eine gute Nachricht, dass der Titel aberkannt wurde, wenn es auch etwas länger gedauert hat.“

    So ist es. Hoffen wir nun, daß unter den Fall Mathiopoulos derselbe Schlußstrich gezogen wird.

  3. Caesar sagt:

    Man sollte debattentechnisch hier einmal einen Schnitt machen: Wie Koch-Mehrin und vor allem „Chatzi“ (zuletzt bei Anne Will) sich verteidigt haben, ist reichlich unverschämt. Und macht sie über den wissenschaftlichen Rahmen hinaus komplett unglaubwürdig. Mögen sie bitte ihr politisches Mandat endlich zurück geben: Sie vertreten niemanden mehr außer ihre eigenen Karriereinteressen. Widerwärtig.

  4. „Dass er wahrhaftig glaubt, Universitäten existierten zur Befriedigung seiner Eitelkeiten.“ Nun ja, da wird er nicht der Einzige sein. „Ich musste das durchziehen, für Ego, Familie und Vaterland“ war auch Guttenbergs Hauptverteidigungslinie und bei uns an der PhilFak sind wir mit einem ganzen Haufen Leuten konfrontiert, die man in Jura oder WiWi nicht promovieren will und die dann auf einmal ihr Interesse an Barockgedichten oder dem 100jährigen Krieg entdecken, nur weil sie zwei zusätzliche Buchstaben auf ihre Visitenkarte schreiben wollen. (Soweit ich weiss, werden die bei uns abgewiesen, werden aber mit Sicherheit woanders fündig)

    Folglich darf man es Chatzi nicht übelnehmen, er vertritt da möglicherweise sogar die Mehrheitsmeinung. Wenn er tatsächlich ne neue Diss schreiben will, soll er das doch tun. So, wie die Lage auf Vroniplag aussieht, dürfte das „Nachbessern“ wohl ein wenig umfangreicher ausfallen und die Frage, ob der Autor überhaupt in der Lage ist, selbst Gedanken zu fassen und zu formulieren kann zumindest infrage gestellt werden. Auch spannend wäre die Frage, wer von einem überführten Betrüger überhaupt noch etwas annehmen will. Und ob es bis dahin den Doktortitel noch gibt.

    • Mich irritiert der Zorn darüber, daß Doktoranden wie Chatzimarkakis und andere die Universität bzw. den Wissenschaftsbetrieb zur „Befriedigung [ihrer] Eitelkeiten“ benutzen. Denn – Verzeihung – jeder, der länger als ein Semester an einer Universität selbst nur als Student verbracht hat, weiß, daß niemand eitler, selbstgefälliger und mimosiger ist als ein Wissenschaftler.

      Der Wissenschaftsbetrieb mit seinen Posten und Pöstchen, Pründen und Pfründchen, (Gutachter-, Herausgeber-, Beirats-)Gremien, Amts- und h.c.-Titeln ist für viele Dozenten und Professoren gerade und ausschließlich zur Befriedigung ihrer Eitelkeiten da, als ob er extra und nur dafür erfunden worden wäre. (Und wer keine Beleg-Geschichten dazu kennt, hat die Universität nur mal von außen gesehen.)

      Jede Art von Titel befriedigt immer auch persönliche Bedürfnisse, für den reinen Ausweis von Qualifikation würde ein Zeugnis ähnlich dem bei der Matura ausreichen.

      • astefanowitsch sagt:

        Zunächst: Es geht mir nicht um Eitelkeit an sich. Wissenschaftler/innen sind genausoviel oder wenig eitel, wie jeder andere auch, und ich gestehe Eitelkeit jedem zu (und nehme mir auch selbst das Recht auf Eitelkeit heraus). Mir geht es darum, dass Chatzimarkakis offensichtlich glaubt, seine Eitelkeit sei hier die Hauptsache, die raison d’être (um auch mal mit Fremdwörtern um mich zu werfen) für den Wissenschaftsbetrieb. Und das ist eine grobe Fehleinschätzung. Wissenschaftler/innen mag es durchaus auch um Eitelkeit gehen, aber die Hauptmotivation ist für sie das Streben nach Erkenntnisgewinn. Dass sich Professoren um Posten und Ämter reißen, halte ich für eine abwegige Behauptung — meiner Erfahrung nach verwenden sie viel Energie darauf, diese zu meiden. Aber das mag in Österreich anders sein, ebenso, wie die von ihnen angesprochenen h.c.-Titel, die von Wissenschaftler/innen nach meiner Erfahrung tunlichst verschwiegen werden, da sich andere Wissenschaftler/innen von solchen unverdienten Titeln logischerweise wenig beeindrucken lassen.

  5. Da krieg ich Plag sagt:

    Dieser Satz hier geht mir runter wie Öl: „Die Promotionskommission stellte in ihrer Untersuchung außerdem fest, dass mehr als die Hälfte des Textes der Chatzimarkakis-Dissertation aus fremden Federn stammt; so etwas genüge nicht den Anforderungen an eine Doktorarbeit, die ja eine selbständig erbrachte wissenschaftliche Leistung sein müsse.“

    Von wegen „Grenzfall“.

    Das ist ein Punkt, der m. E. einfach viel zu kurz gekommen ist, schon bei Guttenberg. Da wurde dann mit der Rede von den „Gänsefüßchen“ das Ganze zu einer rein handwerklichen Frage runterdiskutiert. Ja, hätte er doch nur die Gänsefüßchen richtig gesetzt, dann wäre ja alles gut gewesen. Nur so konnte ja auch Guttenbergs Gefasel vom verlorenen „Überblick über die Quellen“ so lange von so vielen akzeptiert werden.

    Dabei war diese „Erklärung“ nie eine, denn eine richtige Zitierweise hätte ja am inakzeptablen Ausmaß und Charakter der übernommenen Textpassagen nichts geändert. Und zumindest bei Guttenberg waren die Zitate ja eben genau deshalb so schlecht belegt, weil die Arbeit ansonsten erst gar nie angenommen worden wäre. Der „handwerkliche Fehler“ war in Wahrheit eine bewusste Täuschung, um überhaupt eine Annahme der Arbeit zu ermöglichen. (Bei Chatzimarkakis tendiere ich schon seit längerer Zeit auch zu der Annahme, dass er einfach nicht begreift und begreifen will, dass sein Verständnis von wissenschaftlichem Arbeiten als Textcollage mit eingestreuten „vgl.“ etwas… sagen wir mal ungewöhnlich ist…)

    In jedem Fall ist aber auch klar, dass Chatzimarkakis in den letzten Wochen so einiges von sich gegeben hat, das sich nun definitiv als unzutreffend herausgestellt hat:
    – die vermeintlich laxeren Zitierregeln in Bonn
    – das Oxfordsche Intertextualisieren
    – seine Arbeit als „Grenzfall“, mit dem sich auch die Gremien der Uni Bonn schwer täten
    – VroniPlags angeblich qualitativ schlechte Arbeit
    – das angebliche „Durchwinken“ der Arbeit durch seine Prüfer trotz Kenntnis seiner Zitierweise

    Unter dem Strich heißt das: ALLES, was Chatzimarkakis in den letzten Wochen in eigener Sache von sich gegeben hat, hat sich nicht nur als unhaltbar erwiesen, es wird ihm sogar relativ deutlich explizit oder implizit von der Uni Bonn so attestiert.

    Nun ist es sein Mandat und niemand kann ihn zum Rücktritt zwingen. Aber wer sich dermaßen im Angesicht klarer Fakten diskreditiert und teilweise (Oxford-Zitation) sogar zum Gespött gemacht hat, der sollte schon einmal ernsthaft nachdenken, was er zu tun gedenkt. Wird er aber natürlich nicht.

  6. Da krieg ich Plag sagt:

    Wenn ich das hier lese, wird mir allerdings schon wieder ganz anders: „Meine Dissertation ist ein Grenzfall. Es gilt in ihr: Alle Quellen sind mit Fußnote ausgewiesen und im Literaturverzeichnis aufgeführt. Die Universität Bonn kritisiert aber, dass nicht ausreichend klar sei, wie sich eigener gegen fremden Text abgrenze. Also: Keine Stelle ohne Quelle – jedoch ohne Gänsefüßchen.“

    Was bitte versteht Chatzimarkakis an dem oben zitierten Satz nicht? Was ist da ein Grenzfall?

  7. Lukas sagt:

    „[…] oder gar eine zweiter Dissertation zu verfassen, ist mir, zugegebenermaßen verspätet, klargeworden, dass er das alles Ernst meint.“

    Eine Promotionsarbeit soll eine Wissenschaftliche Leistung sein, diese war keine also wurde ihm der Titel aberkannt. Soweit alles gut und richtig und längst notwendig. Warum aber, außer aus persönlicher Antipathie, soll es dem Mann nicht gestattet sein, es nochmal zu versuchen. Wir alle können uns sicher sein, dass diesmal sehr genau geprüft werden wird, ob die Arbeit allen Kriterien genügt. Sollte sie das tatsächlich tun, so ist sie ein signifikanter und eigenständiger Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs und natürlich sollte auch Herr Chatzimarkakis dafür dann den Titel erhalten, den jeder andere für diese Leistung erhalten hätte.

    Andere Kriterien außer denen der wissenschaftlichen Qualifikation anzusetzen finde ich äußerst Fragwürdig.

  8. FF sagt:

    Er will sein Mandat behalten und seine Pfründe sichern, ganz einfach! Das Getue um den Titel ist bloße Ablenkung…
    Was mich ganz ernsthaft interessieren würde: der Arbeitsalltag eines EU-Parlamentariers. Was treiben die Herrschaften wohl den ganzen Tag? Meine Vermutung: zwangloses Pendeln (je nach Gusto) zwischen Edelbüro, Edelparlament und Edelitaliener, zwischendurch immer mal ’ne schicke Dienstreise. Zur Auflockerung TV-Auftritte in diversen Laberrunden, gewichtige Reden auf irgendwelchen Kongressen. Am Abend: zwischen zwanzig Lobbyisteneinladungen auswählen. Häppchen, Empfänge, Bankette, Dinners, Dienstwagen, Praktikantinnen. Keine Kontrolle, kein Druck, kein Streß. Das Politikerparadies auf Erden. Mit Jorgo, Silvana und vielen, vielen anderen, von denen wir nie etwas hören werden.

  9. Dierk sagt:

    @Lukas

    a) Er hat beim ersten Mal bewiesen, dass er lieber betrügt als selbst zu denken. Das macht ihn charakterlich ungeeignet.
    b) Er hat bis heute nicht eingesehen, dass er Mist gebaut hat, erwischt worden ist und zurecht mehr al einen übergebraten kriegen sollte. Das macht ihn intellektuell ungeeignet.
    c) Er hat Doktorvater, Promotionsausschuss, Fakultät und Universität lächerlich gemacht und beschuldigt, an seinem Fehlverhalten schuld zu sein. Das macht ihn strategisch ungeeignet.

    Selbstverständlich darf er seine großzügig bemessene Freizeit darauf verwenden, jetzt mal eine ordentliche Arbeit zu verfassen und abzugeben. Sofern irgendeine Fakultät blöd genug ist, sich dem auszusetzen. Die müssten nicht nur besonders genau hinsehen, sie würden auch auf jeden Fall nicht mehr ernstgenommen, unabhängig davon, ob Her C. tatsächlich was Eigenes zustande bringt.

    • Lukas sagt:

      Ich würde SEHR vorsichtig sein diese extrem rutschige Rampe auch nur zu betreten.Betrüger, klar, das ist er, strategisch ungeschickt war er allemal und intellektuel kann man ihn wohl nicht wirklich einschätzen, er hat ja noch nichts abgeliefert, was dies möglich machen würde. „charakterlich ungeeignet“? Für einen akademischen Titel? Ich bewege mich ja nun schon eine Weile im Universitären Umfeld und ich behaupte mal mit sicherheit sagen zu können: Charakter ist keine Vorraussetzung. Diese Diskusionen und beiträge sollten sich auf das beschränken, was wir über herr C.wissen: Er hat Betrogen, er hat seinen Titel aberkannt bekommen, er streitet klar nachweißbare Schuld ab.

      Eine andere Diskusion ist die, ob er sein Amt als Abgeordneter behalten sollte. Ich denke unstrittig ist, ob er zurücktreten muss (er muss nicht, er ist gewählt, keiner kann ihn wirklich zwingen). Ob er sollte? Das politische Amt ist schon eher eines, das mit Moral, Ansehen und Charakter zu tun hat.

      Was das Ernstnehmen von Fakultäten angeht… wenn das so weiter geht mit den Plagiaten, müssen die Unis da eh keine Soregn mehr drum machen.

      • Dierk sagt:

        ‚Charakterlich ungeeignet‘ bezog sich ganz offensichtlich nicht auf kaum objektiv fassbare Kategorie, wie z.B. nice to know-uninteressant-Armleuchter-Arsch…. Hier geht es um die gleiche Einschätzung, die für Richter bei der Strafzumessung oder bei Kommissionen für die vorzeitige Entlassung Strafgefangener gilt: Was hat er getan, wie schwer wiegt seine Tat gesellschaftlich, zeigt er Einsicht, muss mit Wiederholung gerechnet werden.

      • astefanowitsch sagt:

        Ich kann Dierk nur zustimmen und sage voraus, dass Chatzimarkakis es sehr schwer haben dürfte, einen Doktorvater/eine Doktormutter zu finden. Warum sollte man Zeit mit jemandem verschwenden, der die Prinzipien der Wissenschaft bereits einmal mit Füßen getreten und dann noch öffentlich lächerlich gemacht hat?

  10. sol1 sagt:

    Der FDP-Vorsitzende im Europaparlament, Alexander Graf Lambsdorff, bedauerte die Entscheidung der Universität Bonn. „Offenbar haben unzureichende Zitiermethoden zu diesem Schritt geführt“, erklärte er in Brüssel. „Wir begrüßen, wie offen Jorgo Chatzimarkakis mit seinem Fall umgegangen ist und auch heute noch umgeht. Für sein erneutes Promotionsverfahren drücken wir ihm die Daumen.“

    http://www.faz.net/artikel/C30923/plagiatsaffaere-chatzimarkakis-verliert-doktortitel-30462761.html

    Wie tief will die FDP denn noch sinken?

  11. Da krieg ich Plag sagt:

    @ sol1: Vor allem frage ich mich, warum man sich dann in so einer Situation überhaupt äußert. Die sind doch alle nicht dumm, die wissen doch, wie unhaltbar Chatzimarkakis‘ Positionen sind. Nun könnte ein Politiker in diesem Moment das sagen, was er vermutlich eigentlich auch darüber denkt. Wenn er aber seinem Parteifreund nicht weiter schaden wil, kann er meinetwegen auch schweigen, wie etwa Rösler das weitestgehend macht. (Finde ich persönlich auch falsch, weil so etwas m. E. keine Parteifrage ist, aber ich kann es irgendwo noch verstehen.)

    Aber was reitet einen dazu, sich ausdrücklich vor Chatzimarkakis zu stellen und noch dessen stumpfe Verdrehung („Grenzfall“, Gänsefüßchen falsch gesetzt) der klaren Ansage der Uni Bonn (über die Hälfte der Arbeit nicht von ihm, das allein wäre schon nicht genug für eine Dissertation; das 1×1 der Wissenschaft missachtet) zu propagieren? Und Graf Lambsdorff wird doch auch die Reaktion der Wissenschaft auf Chatzimarkakis‘ Kamikazeflug nicht entgangen sein.

    Ich begreif’s nicht.

    • apokalyst sagt:

      Nun ja, das Problem dürfte da sein, dass seine Positionen vor vergleichsweise schlecht gebildeten Menschen, die darüber hinaus mit wissenschaftlicher Arbeitsweise nicht vertraut sind, durchaus nicht so unhaltbar sind. Und dieser Menschenschlag ist nunmal keine Randgrupppe, sondern stellt quantitativ, also auch in demokratischer Hinsicht den Großteil der Stimmen.
      Was ich nicht verstehe ist, wie man derart schamlos dieses Unwissen ausnützend vor verschiedenen Menschengruppen treten kann, unter denen auch solche sind, von denen Chatzimarkaki wissen muss, dass sie seine Vernebelungsaktionen zu 100% durchschauen.
      Und das zu vermischen mit dem Andenken an seinen Großvater, das ist einfach nur geschmacklos.

    • Alexandra Thein sagt:

      Ich weise darauf hin, dass oben zitierte Erklärung, von der ich mich ausdrücklich distanziere, nicht im Namen aller Mitglieder der FDP-Delegation im Europäischen Parlament erfolgte.
      Alexandra Thein, MdEP

      • Howie Munson sagt:

        Und was ist die Minderheitenmeinung der FDP-Delegation und wieso hört man davon nix in den Medien?

  12. Ich beobachte die „Jagd“ auf Plagiate und Plagiatoren mit wachsendem Argwohn. Lassen wir die prinzipielle Frage nach „wissenschaftlichem Fehlverhalten“ beiseite, scheint mir nach der Affäre von Karl-Theodor Guttenberg inzwischen zu einer Art „Halali“ auf promovierte Politiker geblasen – und die akribische Suche nach Plagiaten zu einer Art Volkssport geworden zu sein.

    Fast im Wochentakt – so scheint’s mir – werden die „Fahnder wider ‚wissenschaftlichen Fehlverhaltens'“ fündig und stellen einen neuen Kandidaten an den Pranger – und feiern den Titelentzug wie den Sieg über einen persönlichen Erzfeind. Mir ist da (und das nicht nur aufgrund der Jahreszeit) zu viel der heißen Luft der Empörung drin, als ob „die Wissenschaft“ eine Religion sei, die von sündigen und gefallenen Unwürdigen zu reinigen sei. Wobei man en passant noch einige alte Rechnungen begleichen kann.

    Genauso, wie die „Wikiplags“ und die dortige kollaborative Zusammenarbeit aber eine Frucht des digitalen globalen Zeitalters sind, hat natürlich auch dieselbe voranschreitende Technik einen Enfluß auf die wissenschaftliche Textarbeit und Textproduktion. Allein der fast uneingeschränkte weltweite Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten hat die Anforderungen und Erwartungen an Qualifikationsschriften verändert, Die Möglichkeiten des Zugriffs auf und der Organisation von blasenhaft anschwellender Sekundärliteratur verschleiern, daß man vielfach der Massen kaum noch Herr wird (und faktisch wir alle mehr uns aus Rezensionen über Werke denn aus den Werken selbst über sie informieren). Woraus dann in manchen Disziplinen gängigerweise Ziegelsteine von durchschnittlich 500 Druckseiten von den Promovierten an die Verlage geliefert werden.

    Kurzum: Was mir völlig in der Plagiatsdebatte feht, ist ein Diskurs über die Wissenschaftliche Arbeit als solches, in der dann im Text der eigentliche Gehalt („das Neue“, „der Fortschritt“) zulasten des „Forschungsstandes“ („das Alte“, „der status quo ante“) immer mehr reduziert wird. Dissetationen haben (anscheindend? in jedem Fall aber: scheinbar) Gewicht, wenn sie Gewicht auf die Waage bringen, was bedeutet, daß ausufernd zitiert wird, der Fußnotenapparat seitenweise mehr Text enthält als der eigentliche Fließtext, denn so kann man Seiten schinden. Was Wunder, daß die Plagiate wohl sämtlich in fehlerhaften Zitationen zu finden sind, und seltener in dem einen bedeutenden Gedanken, der eine Arbeit tragen soll – und der schlichtweg geklaut ist.

    Die Dissertation meines Urgroßvaters anno ~1904 hatte 38 Druckseiten – bitte, wer würde sich trauen, ein solches Hefterl heute selbst in der Mathematik einzureichen? Geschweige denn in den Geisteswissenschaften.

    Mir geht es hier nun nicht um Solidarität mit den Lurchen oder verständnissinnige Heuchelei für den „Täter als Opfer“, sondern darum, die „Selbstreinigungskraft der Wissenschaften“ nicht auf den Kammerjäger reduziert zu sehen, sondern auch angesichts der Herausforderungen der globalisierten digitalen Gesellschaft die Anforderungen und Erwartungen an wissenschaftliche Qualifikationsschriften in Art, Gehalt und Umfang zu diskutieren- und an die wissenschaftliche Textproduktion im allgemeinen, die ja unter dem „heraldic motto“: „publish or perish“ steht.

    Und schließlich sollte man vor allem nicht „Politiker-bashing“ und Kreuzungsmentalitäten mit der Wahrung wissenschaftlicher Standards in Qualifikationsschriften verquicken. „Sine ira et studio“ also (Tacitus, Annalen 1).

    • Plaqueiator sagt:

      Was Ihnen in der Plagiatsdebatte fehlt, ist in der Plagiatsdebatte nicht zu leisten, sondern findet in ihr hoffentlich seinen Ursprung.

      Auch uns Vroniplaggern ist verzweifelt klar, dass das eigentliche Problem viel tiefer liegt, nämlich in der Organisation des Wissenschaftsbetriebs. Uns ist in den untersuchten Fällen die behauptete Originalität einer These des jeweiligen Werkes nicht nachvollziehbar.

      Die inhaltliche Kritik müssen die jeweiligen Fachkollegen des Autoren leisten.
      So wurde die Arbeit der Mathiopoulos schon recht früh verrissen. Auch dies änderte nichts an dem Umstand, dass die Frau über dieses Machwerk promoviert wurde.
      Wir haben etliche „Werke“ anderer (auch prominenter) Promovierter vorliegen, deren Untiefe nach Titelentzug schreit – in denen die formalen Regeln eingehalten wurden.

      Wenn Forschungsnotwendigkeit auf Standesdünkel und Kumpanei trifft, entstehen jene unheilvollen Allianzen, die in den Promotionen Prominenter so spektakulär zu kulminieren scheinen. Sie sind aber längst nicht nur auf diese Spitzen beschränkt, sondern haben das System durchdrungen.

      Der Wissenschaftsbetrieb in Deutschland muss die Kraft aufbringen, sich selber hier neu zu definieren und vor allem neu zu organisieren. Die „Plagiatsdebatte“ kann nur ein Ansatzpunkt sein, ein Hebel, um die Sache in Gang zu setzen oder zu beschleunigen. Sie hat mit Religion nichts zu tun.

      • Völlig unklar ist mir das Ziel der Plagiatsjäger und Plattformen wie „VroniPlag“ – abgesehen davon, sich einzelne Promovierte (Politiker) und einzelne Dissertationen herauszupicken, zu zerfleddern und deren Urheber an den öffentlchen Pranger zu stellen. Cui bono? Die inkriminierten Politiker sind nicht Teil des Wissenschaftsbetriebs, sondern Externe, die ihre Ausbildung mit einem Dr.-Grad abschließen wollten. Hamburgs Uni-Präsident hat offenbar schon zur Selbstbeschwichtigung und -immunisierung angehoben, indem er die Plagiatoren vor allem unter den Politikern verortete.

        Das von mir diagnostizierte „Religiöse“ ist der auch in Ihrem Beitrag wie auch anderen hier gerade durchscheinende Wunsch nach einer Reinigung („Katharsis“) der Wissenschaften. Weniger Promotionen, dafür qualitätvollere, inhaltlich gehaltvollere anstelle quantitativ umfangreiche. Und auch der Eifer, mit dem man zu Werke geht, das „Heilige“ an der Promotion zu verteidigen.

        Und natürlich müssen die „Plagiatsjäger“ auch einen Diskurs über Textproduktion im digitalen Zeitalter führen, denn schließlich sind Doktoratsarbeiten ja in der Regel Textprodukte, das ausgemachte Plagiat steckt i.d.R. im Text, nicht in der Idee, steckt in der Formulierung, nicht im Gedanken. Die Dissertation als letzter Abschluß der akademischen Studien soll ja nicht ein Beleg für „richtiges wissenschaftliches Schreiben“, sondern für die Fähigkeit zu methodisch-wissenschaftlichem Arbeiten sein. (Die Verschriftlichung ist ja „nur“ der letzte Schritt.)

        Was der Plagiatssuche und der beigeordneten Debatte anzuhaften droht, ist eine kleinbürgerlich-neidige Rosinenscheißerei, in der die Motive der Promovenden und die Promovierten selbst verächtlich gemacht werden, als ob es nur eine einzige wahre Gesinnung gebe, mit der man dissertieren dürfe. Ein wenig mehr Großzügigkeit oder Zurückhaltung gerade in den flankierenden Debatten, die mit dem Plagiat als solches nichts zu tun haben, stünde einigen gut an, meine ich..

      • astefanowitsch sagt:

        Herr Losehand, wenn Sie ernsthaft diskutieren wollen, sind Sie hier willkommen, aber Sie sollten sich dann in die Diskussionen hier im Blog ein wenig einlesen um zu vermeiden, hier „Fragen“ aufzuwerfen, die dutzendfach diskutiert und beantwortet worden sind.

        Wenn Sie aber unqualifizierte Angriffe auf VroniPlag und postmodernen Unfug über Textproduktion und kleinbürgerlichen Neid loswerden wollen, tun Sie das doch bitte auf den Webseiten Ihres „Instituts“. Wir möchten hier ernsthaft diskutieren und haben kein Interesse an Trollerei, auch dann nicht, wenn sie in einem pseudogelehrten Duktus daherkommt.

      • Ich bedauere, wenn Sie meine Antwort, die in gewisser Weise sicher redundant war, als „Trollerei“ empfinden (eine Einschätzung, die ich – da sie nach rund 20 Jahren WWW erstmals laut wird – doppelt ernst nehme).

        Die Schärfe Ihrer Zurückweisung erinnert mich jedoch an die Schärfe, mit der die einzelnen, als Plagiate disqualifizierten Arbeiten und ihre Urheber ohne jede Zurückhaltung und in fast identer Steigerung – bis hin zur Forderung nach einem Rücktritt von politischen Ämtern – verbal abgeurteilt werden. Initial meiner Wortmeldung war und ist Ihr obiger Beitrag und der wenig zurückhaltende oder eben wissenschaftliche Ton, in dem er abgefaßt wird. Es liest sich wie „Juchee, wieder ein Schwein geschlachtet, schaut, wie es noch quiekt!“

        Weder teile ich allgemein die pauschale Schelte des „Wissenschaftsbetriebs“ oder den Vorwurf von Klungelei oder Kumpanei (wenn er über das allgemeine Phänomen hinausgeht), vielmehr sehe ich sowohl bei Studenten wie bei Kollegen und auch natürlich meiner eigenen Arbeit einen durch die neuen Technologien bedingten Wandel im Umgang mit dem, was allg. „Immaterialgüter“ genannt wird: die eigentlich banale Diagnose ist weder in den kreativen Berufen und Berufungen „postmoderner Unfug“, noch ist sie es in der wissenschaftlichen Textproduktion.

        Natürlich sind Sie zornig über Politiker, die mal so eben eine Dissertation aus dem Ämel schütteln, ein „rite“ und den Dr.-Grad kassieren, während sich viele Akademiker in prekären Verhältnissen wirklich und ernsthaft plagen. Und die „VroniPlagger“ sind von bewunderswertem Eifer bei der Sache. Aber trotzdem – „bis repetita placent“ (Horaz) – „sine ira et studio“ steht dem Wissenschaftler besser zu Gesicht. Damit es wirklich bessere Tage für die Wissenschaften werden.

        {Womit ich mich nun troll‘ …}

  13. Da krieg ich Plag sagt:

    Wenn ich die PromO der Philosophischen Fakultät der Uni Bonn nicht völlig falsch lese, wurde heute gemäß § 20 (2) entschieden, und das heißt, man hat Chatzimarkakis einen Täuschungsversuch attestiert. Wohlgemerkt, einen Täuschungsversuch, nicht bloß zu große handwerkliche Mängel oder fehlende eigene Inhalte.

    Hieße das nicht nach Chatzimarkakis‘ eigenen Aussagen, dass er zurücktreten müsste? Täuschung ohne Vorsatz ist ja nun schwer möglich.

  14. Ich befürchte auch diese Nummer hier läuft wieder auf eine Variante hinaus, die Jürgen Kaube vom strategischen Blickwinkel betrachtet, nämlich dass Täter, die mit Vorsatz täuschen und uneinsichtig trotz Überführung bleiben, „[p]reiswerter … unter keinen Umständen zu dem Image [kommen], von öffentlichem Protest doch noch erreichbar zu sein“. (FAZ, 28. Juni, „Ein Trick“)

    Jorgo Chatzimarkakis denkt schon sehr lange und gründlich über seine Lage nach. Er wird auch sicher von dem ein oder anderen Spindoktor seiner Partei beraten. Davon darf man ausgehen. Isoliert in seiner Partei scheint er nicht zu sein. Das ist alles auch in Ordnung so.

    Wenn ich richtig liege, kommt es also bald zu meine Vorhersage: Wir werden einen Teilrückzug von seinen jetzigen, unverschämten Äußerungen hören. Dann wird die große Öffentlichkeit beruhigt in den Sessel zurückfallen und ihre Empörung langsam abkühlen. Das nennt Kaube preiswert. Wirklich billig ist es nicht: zunächst bekommen uneinsichtige Betrüger, die noch dazu trotzig einen Schritt nach vorne wagen, ordentlich auf die Mütze. Das Risiko kann aber leicht abgewogen werden, mehr als den schon längst erfolgten Betrug auszuschmücken ist dieses Verhalten nicht.

    Es gibt daher für mich nur eine verbleibende Forderung, alles andere kommt danach: Rücktritt aus allen gewählten Ämtern. Erst dann kann man im kleinen Rahmen diskutieren (wer das noch will), ob und ab wann sich Betrüger wieder zu Wahl stellen lassen können. Oder ob Opa’s gegebenes Versprechen einzulösen eine legitime Motivation ist, einen Doktortitel zu erlangen oder ob nicht vielleicht jemand „Wetten dass …“ moderieren will und uns so gut unterhält.

  15. Müller sagt:

    Die personell ausgedünnten Unis können nicht leisten, was vroniplag leistet? Ist das Ironie? Was an den Unis sinnlos an Geld verballert wird, z.B. für Akkreditierung und Excellenz, dafür könnte man jeden vroniplagger als Stiftungsprof berufen.

  16. Mathias sagt:

    Der Wissenschaft entsteht durch Plagiate ein weiterer Schaden, der bislang kaum thematisiert wird: Die Prüfungen plagiatsverdächtiger Doktorarbeiten, welche Fakultäten vornehmen müssen, kosten Zeit und Energie. Sehr viel Zeit und Energie, die für Forschung und Lehre fehlt.

    Derjenige Professor, der Herrn Chatzimarkakis eine zweite Chance zur Promotion einräumen sollte, würde damit der Wissenschaft – und sich selbst – größten Schaden zufügen.

    • Plaqueiator sagt:

      Der Herr Chatzimarkakis erweist dem Wissenschaft mit jeder seiner Äußerungen und jedem seiner skurrilen Auftritte einen unschätzbaren Dienst: er führt vor Augen, wohin die derzeitige Promotionspraxis führt.

      Dies und die gestiegenen und weiter steigenden Prüfpflichten der Fakultäten werden zwangsläufig zu einem Rückgang der Promotionsrate zugunsten der Qualität führen müssen.

  17. andy sagt:

    @ediederichs (13.07.2011 16:41)

    O JA BITTE! Allein optisch ist schon die Dissertation der Frau M. bei VroniPlag röter als rot – da wurde seitenweise, teilweise kaum ohne irgendwelche Änderung der Formulierung, irgendwo rauskopiert!

    Wenn die ihren Titel nicht aberkennt bekommt, dann muss ich von einer starken Ungerechtigkeit gegenüber Herrn Chatzimarkakis sprechen.

  18. fad sagt:

    Die Universitäten sind allerdings nicht wirklich mutig. Selbst bei umformulierten Plagiaten, also dokumentierter Täuschungsabsicht, wird darauf verzichtet die „schwere akademische Verfehlung“ festzustellen. Selbst die einfache akademische Verfehlung taucht nirgends auf. Somit haben die erwischten Ex-Doktores in den meisten Promotionsordnungen sogar das Recht, die Arbeit innerhalb eines Jahres nachzubessern.
    Würde man allerdings so verfahren, wie man es mit unprominenten Fälschern getan hat, stünde dem Plagiator eine 30-Jährige Prüfungs-Sperre im Weg.

  19. Gerd sagt:

    Mir scheint, er hat sich tatsächlich an die Zitierkonventionen gehalten. Jedenfalls wenn man sich andere Dissertationen betrachtet, die sein Doktorvater U. Holtz betreut hat, dann sieht die Zitierweise ähnlich aus.

    http://www.uni-bonn.de/~uholtz/mag_diss/kurzinfo.html

    Einfach mal auf „Dissertationen“ gehen und runterladen. In keiner konnte ich auf Anhieb irgendwelche Zitate finden. Bloß Fußnoten.

    Das sieht hier so aus, als ob der Gutachter der Täter ist. Der kennt wohl die angemessene Zitierweise nicht und fordert sie nicht ein.

  20. chimpsky sagt:

    Gerade auf spiegel.de gewesen. Es wird lustig:
    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,774884,00.html

    Jede Wette, dass in den Überlegungen der Promotionsbetrüger der FDP eine Logik der Aufrüstung im Spiel ist. Man schaut sich beim Anderen ab, wie weit man gehen kann:

    —Der Clown Chatzimarkakis kann sich bei DER zusammengeklauten Diss ernsthaft SOLCHE Aussagen leisten und weiter in der Medienöffentlichkeit tummeln? Dann muss ich als Silvana Koch-Mehrin aber nachlegen…

  21. […] Abteilung Plagiate(3) – Herr Chatzimarkis(2) […]


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