Institutionalisierte Wissenschaft Reloaded

Am 15./16. Oktober 2011 fand in Kassel die openmind 11 statt, auf der die Piratenpartei sich schon zum zweiten Mal traf, um gemeinsam mit externen Gästen Gesellschaftsvisionen für das Zeitalter des Internets zu entwickeln. Einer dieser Gäste war ich, und ich habe die offene und intensive Gesprächsatmosphäre genutzt, um einmal etwas freier und grundsätzlicher über die Lehren aus den aktuellen Plagiatsskandalen nachzudenken. Eine überarbeitete Version meines Vortrags ist jetzt bei Telepolis erschienen:

Die Promotionsbetrüger aus Politik und Wirtschaft, mit denen sich die deutschen Universitäten seit Anfang des Jahres dank der unermüdlichen Arbeit der Plagiatdokumentare von GuttenPlag und VroniPlag herumschlagen müssen, werden von der Wissenschaft relativ einmütig als Anomalien dargestellt – als Menschen, die beträchtliche kriminelle Energie aufwenden, um ein eigentlich gutes und gut funktionierendes System wissenschaftlicher Qualifikationen zu ihrem Vorteil zu verdrehen.

Und rein zahlenmäßig dürften es tatsächlich Anomalien […] Aber dass eine besondere kriminelle Energie nötig ist, um das System auszuhebeln, glaube ich nicht.

Denn die institutionalisierte Wissenschaft selbst – konkret, das System der wissenschaftlichen Qualitätskontrolle – versagt hier auf eine vorhersehbare, in diesem System selbst angelegte Art und Weise.  [Bei TELEPOLIS weiterlesen]



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