Politik und Promotion – Schweizer Ausgabe

Seit gestern Abend wird nun auch in der Schweizer Politik über die Zulässigkeit oder fehlende Qualität von Doktorarbeiten im Zusammenhang mit der Politik diskutiert. Wie so oft in Helvetien wirkt (zumindest für den Moment) alles etwas kleiner, harmloser und weniger dramatisch. Die grosse Frage ist: Geht es um Politik oder die Qualität von Dissertationen in der Medizin. [Weiterlesen bei zoon politikon auf scienceblogs.de]

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Doktortitel aberkannt, wir sollten mehr über die Betreuungssituation reden

Was ist faul, wenn Doktortitel aberkannt werden, nur die Betrüger? Ein Kommentar.

Es geht nicht an, wenn jemand wegen gravierender wissenschaftlicher Mängel seinen Doktortitel entzogen bekommt – wovon wir im aktuellen Fall Graf ausgehen dürfen, diesen Vorgang aber nicht mit einem freiwilligen „abgeben“ verwechseln sollten – und dann meint, noch eine Vertrauensfrage stellen zu können. Soweit sind wir also. Weiterlesen bei Markus A. Dahlem auf Scilogs.


Neues von Karl-Theodor zu Guttenberg

Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Fall Guttenberg. Er war das erste prominente und sicher bisher am tiefsten gefallene Opfer der diversen Plagiatsaffären der letzten Monate. Nun gibt es neues zu berichten: Guttenberg ist bei einem US Think Tank untergekommen wo er mithelfen soll die transatlantischen Beziehungen zu verbessern. Es gibt gar Gerüchte, dass er sich an eine echte Dissertation zu setzen plant. Ausserdem wird er verdächtigt, die Apokalypse einzuleiten (nein, das ist nicht metaphorisch gemeint). Ein paar Gedanken dazu.

Weiterlesen bei zoon politikon auf scienceblogs.de


Von der Geringschätzung der Titeljäger für die Doktorarbeit

Ein Doktorarbeit ist oft ein einsames Unterfangen. Trotzdem kämpfen sich viele durch. Nicht primär für den Titel, sondern für die Sache. Man möchte einen Forschungsbeitrag leisten. Bei den Titeljägern geht es aber darum mit einem Minimum an Aufwand sich mit dem Titel schmücken zu können und somit indirekt vom Ruf, den andere erarbeitet haben, zu profitieren. Bei zoon politikon habe ich mir anhand von zwei Beispielen zu Forschungsinterviewanfragen dazu Gedanken gemacht: Eine habe ich selber gestellt und sie führte mich in die Korridore der US Handelsadministration und die andere hat ein Freund von mir an die jetzige Bundesministerin Kristina Schröder (damals noch Köhler) gestellt.

Zum Eintrag bei zoon politikon.


Chatzimarkakis Dissertation aus fachlicher Sicht

Das Chatzimarkakis über weite Strecken abgeschrieben hat wissen wir inzwischen. Deshalb wurde ihm auch sein Doktortitel aberkannt. Aber wie steht es eigentlich um die fachliche Beurteilung und hätte man es merken müssen, dass bei der Hälfte der Arbeit abgeschrieben wurde?  Da er seine Arbeit in Internationalen Beziehungen schrieb und noch dazu die Welthabdelsorganisation darin eine prominente Rolle einnimmt, habe ich sie mir bei mir im Blog einmal genauer angeschaut. Schliesslich ist das meine Spezialisierung. Das Resultat war ernüchternd. Hier geht es weiter zum Artikel.


Die Ökonomie des Plagiats in den Sozial- und Geisteswissenschaften

In Internetdiskussionen um die Plagiatsfälle in jüngster Zeit an denen ich beteiligt war, wurde über kurz oder lang immer wieder darauf hingewiesen, dass dies vor allem mit den Standards in den Sozial- und Geisteswissenschaften zu tun hätte. Wer so argumentiert, macht es sich zu einfach. Den Rest des Beitrags lesen »


Der Koch-Mehrin Bock im EU Wissenschaftsgarten und warum ich das Internet liebe

Die meisten habe es vermutlich mitgekriegt (Florian war bei uns wieder einmal Erster, im Sprachlog las man es schon gestern) und ich habe es auch schon auf Englisch verbloggt: Silvana Koch-Mehrin wurde am 15. Juni der Doktortitel von der Universität Heidelberg aberkannt. Nun hat das Europäische Parlament sie zum Vollmitglied einer Kommission gemacht, die sich um Forschungspolitik in der EU kümmert. Darum wurde eine Petition gestartet. Ihr seid alle gebeten diese Info weiter zu verbreiten.

Frau Koch-Mehrin scheint leider nicht ganz verstanden zu haben, was das Problem ist. In ihrer Pressemitteilung zur Aberkennung des Doktortitels meint sie, sie hätte schon lange gewusst, dass ihre Doktorarbeit „kein Meisterstück“ gewesen sei und sie hätte darum dafür auch nur eine „mittelmässige Note“ erhalten, für „Fleiss und nicht Sorgfalt.“ Das scheint mir bei dem Ausmass des Plagiats (angeblich auf rund 80 Seiten unvollständige oder fehlende Quellenangaben) geradezu frech. Warum das Aneignen von fremden Ideen gerade im akademischen Betrieb absolut inakzeptabel ist, darüber habe ich schon im Zusammenhang mit der Causa Guttenberg gebloggt. Der Gipfel ist aber den Spiess umzudrehen und den getäuschten die Schuld in die Schuhe zu schieben, schreibt Frau Koch-Mehrin in ihrer Stellungnahme doch:

Bei ZOON POLITIKON weiterlesen…