Plagiatoren sind noch nicht einmal Flachforscher

Martin Spiewak hat in der Zeit einen Artikel zu medizinischen Doktorarbeiten geschrieben und dabei einiges durcheinander gebracht. Dabei sind die Sachaussagen eigentlich richtig und es ist durchaus angebracht, über die Qualität medizinischer Doktorarbeiten zu streiten.

Die Fakten scheinen klar. Unter den Medizinern promovieren etwa zwei Drittel aller Absolventen. Viele offenbar mit recht mageren Arbeiten, die in Naturwissenschaften nichteinmal als Diplomarbeit anerkannt würden. Aus der Sicht von Natur-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaftlern tragen viele Ärzte ihren akademischen Grad zu Unrecht. Sie haben keine besondere wissenschaftliche Leistung erbracht, die die Verleihung eines wissenschaftlichen Titels rechtfertigt. Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Qualitätssicherung Doktortitel

Im Windschatten der Plagiatsfälle Guttenberg, Koch-Mehrin und Chatzimarkakis wurde in der Bloggerszene die Frage laut, ob man den Doktortitel nicht einfach ganz aufgeben sollte. Stefan Schleim stellt auf den Brainlogs die These zur Debatte, die Plagiatsaffären würden „fragwürdige Zustände in der wissenschaftlichen Ausbildung ans Tageslicht“ bringen und sieht in der Abschaffung des Doktortitels die Lösung. Auf den ScienceBlogs fragt sich Florian Freistetter, ob die Doktorarbeit als solche überhaupt notwendig ist. Schließlich könne man auch über die Summe der Veröffentlichungen die wissenschaftliche Leistung beweisen, die Voraussetzung für eine Anstellung in der Wissenschaft ist. Schließlich findet Lars Fischer in den Wissenslogs: „Der Doktortitel ist der Schnittpunkt einer ganzen Latte gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Missstände, und deswegen sollte man die Gelegenheit nutzen, ihn mal sorgfältig unter die Lupe zu nehmen.“

Ich erhebe Einspruch. Den Rest des Beitrags lesen »